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Bund der Vertriebenen hat Mehrzahl der Mitglieder im hohen Alter

Sinkende Mitgliederzahlen

Hameln (gro). Die dritte Generation wächst heran, sieht sich selbst, wie auch schon die Eltern, als „Weserbergländer“ oder „Hamelner“. Die Großeltern hingegen halten an der Erinnerung und ihren Wurzeln in Ostpreußen, der östlichen Niederlausitz und in Schlesien fest. „Ich halte an meiner Erinnerung und alten Heimat Ostpreußen fest, obwohl ich weiß und auch akzeptiere, dass sie nicht wieder- kommt“, sagt Bernhard Brock. „Meine Verbundenheit mit der alten Heimat ist Grund für die Mitgliedschaft in diesem Verband.

veröffentlicht am 28.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 21:21 Uhr

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Hameln (gro). Die dritte Generation wächst heran, sieht sich selbst, wie auch schon die Eltern, als „Weserbergländer“ oder „Hamelner“. Die Großeltern hingegen halten an der Erinnerung und ihren Wurzeln in Ostpreußen, der östlichen Niederlausitz und in Schlesien fest. „Ich halte an meiner Erinnerung und alten Heimat Ostpreußen fest, obwohl ich weiß und auch akzeptiere, dass sie nicht wieder- kommt“, sagt Bernhard Brock. „Meine Verbundenheit mit der alten Heimat ist Grund für die Mitgliedschaft in diesem Verband. Hier gibt es Gleichgesinnte und auch die dazugehörenden Themen,“ so Ingetraut Seifert, die aus der Niederlausitz kommt. Auch für Herbert Elbel ist klar: „Die Heimat wird nicht vergessen. Sie kommt zwar nicht wieder und wir leben jetzt hier glücklich in Marienau. Die Wurzeln sind aber nicht vergessen.“ Zusammen führt alle immer wieder der Bund der Vertriebenen unter dem Vorsitz von Werner Kirsch. Noch seien es 55 Mitglieder, aber es werde weniger, und die Teilnahme an Veranstaltungen sei auch nur zufriedenstellend. Das sei aber auch wohl dem hohen Alter zahlreicher Mitglieder geschuldet. Scharf griff Kirsch die Politik sowohl in ihrem Verhalten wie auch Verhandeln in Bezug auf die Besetzung des Stiftungsrates der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibung und Versöhnung“ an. „Leider haben namhafte Politiker unserer Regierung Partei gegen die Vertriebenen ergriffen.“ Das Ziel der Stiftung sei es, das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen und ihr kulturelles Erbe im kollektiven Gedächtnis Deutschlands zu verankern und Vertreibung als Mittel der Politik zu ächten. Bei dem Streit sei es aber wohl eher nur um die Besetzung des Präsidentenposten gegangen.

Für das laufende Jahr machte Kirsch auf die Delegiertentagung in Hannover im Juni aufmerksam. Dabei werde ein neuer Vorstand gewählt.

Am 2. Oktober findet dann der „Tag der Heimat“ im Freizeitzentrum Ricklingen statt. Geplant ist dafür der Einsatz eines Busses ab Bad Pyrmont über Hameln, um Teilnehmern die Anreise zu erleichtern.

Mit einem Präsent dankte der Vorsitzende Werner Kirsch (v. r.) den Kassenprüferinnen Brunhild Zisenis und Christa Tiedan für ihren Einsatz.

Foto: gro

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