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MGV Hohenrode feiert 125-Jähriges / 37 Sänger, 62 Mitglieder im Jubiläumsjahr

"Sind wir von der Arbeit müde, haben wir noch Kraft zu einem Liede..."

Hohenrode (who). Der Männergesangverein Hohenrode hat am Sonnabend sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Mit der "Sängerbuche", die auf dem Kirchhof gepflanzt worden ist, haben sich die Sänger zum Festauftakt ein lebendiges Denkmal gesetzt.

veröffentlicht am 30.10.2006 um 00:00 Uhr

Die dienstältesten Hohenroder Sänger: Werner Reinhardt (v.l.), E

Die Buche stehe in Verbindung mit dem 125-jährigen Bestehen des Männergesangvereins, erklärte Vorsitzender Lothar Sievers: "Ein Baum muss sich wie ein Verein gründen und seine Wurzeln ausbreiten, um bei Sturm beständig zu bleiben. Er muss wohl versorgt und gepflegt werden. Unser Verein hat durch diese gute Pflege ein stattliches Alter von 125 Jahren erreicht." Wie breite und schmale Jahresringe feuchte oder trockene Perioden im Leben eines Baumes anzeigten, zeige auch die Chronik die Wechselfälle im Vereinsleben an, schilderte Sievers. Im Jahr 1881 hatten acht Sänger den Anfang gemacht. Wenige Jahre später kamen schon regelmäßig bis zu 25 zu den Übungsstunden. Die 1901 geweihte Fahne erinnert noch heute an die frühen Sänger und der Sinnspruch auf der Fahne gilt nach wie vor für ihre Nachfahren: "Sind wir von der Arbeit müde, haben wir noch Kraft zu einem Liede." Während der beiden Weltkriege traten die Sänger nicht mehr öffentlich auf, aber anschließend waren die Hohenroder wieder da. An die 45 kamen ab 1947 unter Lehrer Böhling als Chorleiter zusammen und die anschließenden 50-Jahre brachten eine Blütezeit im Vereinsleben - die Sänger inszenierten sogar Theateraufführungen. "125 Jahre sind für mich eine unvorstellbar lange Zeit", bewunderte Ortsbürgermeister Helmut Dörjes den Jubiläumsverein. "Sein großes Engagement hat dem MGV Hohenrode einen festen Platz im Dorfleben eingebracht." Der MGV ist bei der musikalischen Gestaltung kirchlicher Feiertage dabei, als auch bei den Festen der Dorfgemeinschaft und natürlich beim Hohenroder Erntefest. Seit 1993 leitet Lothar Sievers den Verein. Sein Vorgänger Gustav Kerker hatte das Amt über 22 Jahre ausgeübt und 32 Jahre im Vorstand mitgewirkt. Der heutige Ehrenvorsitzende ist seit über 45 Jahren aktiver Sänger und wurde zur Feierstunde zusammen mit 20 weiteren Altgedienten mit Urkunde und Anstecknadel geehrt. Hans Baum, Werner Reinhardt und Erwin Tegtmeier singen seitüber 50 Jahren mit, Karl Brinkmann seit über 35 Jahren und Heinz Aldag, Heinrich Schulze sowie Günther Hoffmann mehr als 30 Jahre. Seit 25 Jahren gehören zum Verein: Karl-Heinz Bruns, Horst Büttner, Norbert Drewnitzky, Fritz Köster, Willi Kuhlmann und Manfred Ötting. Auf mehr als 20 Jahre bringen es: Der 2. Vorsitzende Fred Meier, Wolfgang Prüter, Hans-Werner Janssen, Matthias Mau, Helmut Dörjes, Karl-Heinz Drewnitzky und Rudi Sasse. Dass die aktuell 37 Sänger der 62 Mitglieder an "Qualität zugelegt" hätten, sei Anna Klassen zu verdanken, "der ersten Chorleiterin in der langen Geschichte unseres Vereins", lobte Lothar Sievers, bevor die Hohenroder Sänger mit ihren Gästen und Freunden in ihr großes Geburtstagsfest in der Mehrzweckhalle des Dorfgemeinschaftshauses starteten. "Dafür haben wir sogar extra die Nacht um eine Stunde verlängern lassen", verriet der Sängerchef.

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