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6. Stadthäger Wirtschaftsgespräch / Hellmann: Haben Anspruch, besser zu werden

"Sind mit vielen Dingen voll in Fahrt"

Stadthagen (dil). Einst mit 30 Besuchern angefangen, gestern kamen bereits 110 in den Ratskeller zum nunmehr 6. Stadthäger Wirtschaftsgespräch. Für Bürgermeister Bernd Hellmann beweist diese hohe Akzeptanz: "Der Ball liegt auf dem Punkt." Im Mittelpunkt des Treffens stand das Thema Wirtschaftsförderung in Stadt und Landkreis. Hellmann versicherte: "Wir wollen wirtschaftsfreundlicher sein, wir haben den Anspruch, besser zu werden." Sichtbares Zeichen dafür sei die "Anstellung eines Wirtschaftsförderers als Ansprechpartner, Kümmerer und Initiator".

veröffentlicht am 16.02.2008 um 00:00 Uhr

Vor rund 110 Teilnehmern des 6. Stadthäger Wirtschaftsgesprächs

"Wir sind in Stadthagen mit vielen Dingen voll in Fahrt", erklärte Hellmann eingangs. Harte Faktoren wie Verkehrsinfrastruktur würden ebenso verbessert wie weiche Faktoren, zum Beispiel Kinderbetreuung, Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebote. Es gelte, das Profil des Standortes stärker herauszuarbeiten. Viele Menschen würden bereits sagen, dass sie gernein Stadthagen leben und gar nicht wieder wegwollen. Das verband er mit einem Dank an die Politik, die sich im Ziel einig sei und sich nicht Grabenkämpfen verliere - in seinen Augen durchaus ebenfalls ein weicher Standortfaktor. Wie Hellmann betonte der neue Wirtschaftsförderer Lars Masurek die hohe Bedeutung der Bestandspflege bei Unternehmen, denn große Neuansiedlungen seien unwahrscheinlich. Seit sechs Wochen im Amt, hat der 33-Jährige frühere Coesfelder bereits ein breites Aufgabenfeld im Blick: Kontakte aufbauen, Netzwerkpflege, Firmenbetreuung, Stadtmarketing und Sonderprojekte. Er betonte, was Stadthagen stark macht: Potenziale als Versorgungsstandort mit guter Infrastruktur und starker Einzelhandelszentralität. Dem Thema Einzelhandel sei auch das 7. Stadthäger Wirtschaftsgespräch am 4. Juni um 19 Uhr gewidmet, kündigte er an. Nach dem erfolgreichen Vorbild des Landkreises will nun auch die Kreisstadt in Planungskonferenzen alle Verwaltungsakteure an einen Tisch bringen, wenn es gilt, Betrieben bei ihren Plänen rasch zu helfen. Masurek: "Dann gilt es, das weitere Vorgehen auszuloten und feste Termine abzustecken." Der Hauptfocus werde auf den ansässigen Betrieben liegen. "Wir müssen uns von innen weiterentwickeln, denn wir haben keine Standortvorteile für große Neuansiedlungen." Regionale Verlagerungen fördern, ohne überregionale Ansiedlungen aus dem Auge zu verlieren, heißt für ihn die Devise. Werbung, Infrastrukturverbesserung und Sicherung der Einzelhandelsortimente gehören zu den Instrumenten für den Fortschritt. Das CIMA-Gutachten gebe bereits Anregungen, die jetzt in die politischen Gespräche kommen. Der Einzelhandel werde in Kürze ebenfalls eingebunden, Einladungen würden bereits vorbereitet. Konkret schwebt Masurek bereits folgendes vor: "Wir wollen den Wochenmarkt als Frequenzbringer, der er vor allem am Sonnabend bereits ist, noch attraktiver machen. Dazu bietet sich an, dass der Markt in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen hat." Zur Werbung für Stadthagen zählt Masurek auch den Stand der Stadt bei der Regionalschau: "Wir wollen Stadthagen mit allen Facetten darstellen." Freizeit, Kultur, Wirtschaft und Familienfreundlichkeit gehörten dazu. Weitere Berichterstattung auf nebenstehender Seite.



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