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Auetaler möchten Grünschnitt, Sperr- und Sondermüll gerne vor Ort abgeben / Antrag gestellt

Sind die Wege zu lang, landet der Müll im Wald

Auetal (rnk). Politik und Verwaltung fordern die Einrichtung eines Kompostierungsplatzes sowie einer Dauerannahmestelle in der Gemeinde Auetal. Am 17. Februar hat die SPD/Grüne-Gruppe in wenigen Worten diesen Vorschlag schriftlich bei der Gemeinde eingereicht, jetzt hat Bürgermeister Thomas Priemer den Antrag an die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises weitergereicht. Und ihn schriftlich ausdrücklich unterstützt.

veröffentlicht am 07.03.2008 um 00:00 Uhr

Denn seit Jahren verfügt die Gemeinde Auetal weder über einen geeigneten Kompostierungsplatz für die Abgabe von Grünabfällen, Baum- und Strauchschnitt, noch über eine Dauerannahmestelle für die Annahme von Sperrmüll oder Problemabfällen. Während vor Jahren die Boden- und Bauschuttdeponie Bernsen als Provisorium für die Abgabe von Grünabfällen, Baum- und Strauchschnitt bis zur Schließung genutzt werden konnte, findet eine Abgabemöglichkeit diverser Stoffe für die Bürger der Gemeinde nur noch im Frühjahr und im Herbst auf demhiesigen Bauhof im Grundzentrum Rehren statt. Obwohl diese Abgabemöglichkeiten sehr geschätzt werden und die unbürokratische Organisation und Abwicklung zwischen der AWS und der Gemeinde Auetal "meines Erachtens" (Priemer) auch sehr gut funktioniert, reiche dieser "Service" nicht aus. Aufgrund der dünnen Besiedlung der Gemeinde und in Ermangelung der Abgabemöglichkeiten werde in der freien Landschaft seit jeher illegaler Müll, vor allem Sperrmüll, abgelagert. Im Vergleich mit den anderen Kommunen des Landkreises Schaumburg herrsche in der Gemeinde Auetal insoweit eine starke Unterversorgung, argumentiert Priemer. Denn bekanntermaßen gehöre die Gemeinde Auetal zu den flächenmäßig größeren Kommunen im Kreisgebiet. Ein hoher Anfall an Grünabfällen, Baum- und Strauchschnitt sei die Folge für das relativ dünn besiedelte Gemeindegebiet. Bisher konnten die Grünabfälle in Heeßen und in Pohle abgegeben werden. Diese Kompostierungsplätze blieben jedoch der Samtgemeinde Eilsen und Samtgemeinde Rodenberg vorbehalten. Die Entfernung zum Kompostierungsplatz nach Rinteln oder Sachsenhagen sei für viele nicht zumutbar. Deshalb habe auch der Rat der Gemeinde Auetal das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen vor einigen Jahren wiederum zugelassen. Grund dafür sei jedoch ausschließlich das Fehlen einer geeigneten Kompostierungsfläche. Ebenso werde dringend eine Dauerannahmestelle für diesen Bereich benötigt. Die bestehenden Annahmestellen in Nienstädt, Bückeburg, Bad Nenndorf und Rinteln sind aufgrund der Entfernung unattraktiv. Die Inanspruchnahme der insgesamt viermal stattfindenden Sperrmüllabgabe im Gemeindegebiet sei "sehr groß". Für die Bereiche Obernkirchen, Rodenberg und Auetal wäre daher flächendeckend die Einrichtung einer Dauerannahmestelle in Rehren sinnvoll. Geeignete Grundstücke im Industrie- und Gewerbegebiet Waitzenbinde in Rehren stünden ausreichend zur Verfügung. Der Landkreis Schaumburg selbst ist Eigentümer einer großen Fläche an exponierter Stelle. Die unmittelbare Nähe zum kommunalen Bauhof könnte durchaus Synergien beim Betrieb der Annahmestellen erzeugen. Ebenso befindet sich im Industrie- und Gewerbegebiet ein für den Landkreis Schaumburg tätiger Entsorgungsbetrieb. Auch hier bieten sich aus Sicht Priemers Synergien an. Bis zu einer Entscheidung seines Antrages bitte er die bisher praktizierte Abgaberegelung im Frühjahr und im Herbst weiter auszudehnen, so Priemer, der im Umwelt- und Bauausschuss den Mitgliedern vom Antrag und seinen Schreiben berichtete. Ob er in ihrem Sinne gehandelt habe, wollte der Bürgermeister daraufhin wissen. Klare Antwort: Ja.



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