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Feier anlässlich des Jubiläums der Interessengemeinschaft / Hauseigentum wird selbst genutzt

Siedlerbund recherchiert seine Vergangenheit

Hameln (gj/ul). 75 Jahre Siedlergemeinschaft Hameln – ein Jubiläum, das für den Ortsverein Grund genug war, dieses besondere Fest in feierlichem Rahmen zu begehen. In ihrer Festrede konnte die erste Vorsitzende Gerhild Berger einen großen Kreis treuer Siedlerfreunde begrüßen, ebenfalls den Abgesandten des Landesverbandes, Klaus Lamprecht. Was die Vereinigung der Hauseigentümer bis zum heutigen Tag geprägt hat, sind der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft untereinander. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren nahmen sie gern Nachbarschaftshilfe in Anspruch.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

Von links: Vorstand und Geehrte des Siedlerbundes Hameln: Gerhil

In ihren Nachforschungen zur Entstehung des Siedlerbundes konnte die Pädagogin Gerhild Berger herausfinden, dass bereits 1934 die Reichsheimstätte und die Stadt Hameln Häuser am Wehler Bruch und in der Heinestraße in Hameln in Eigenleistung von Menschen bauen ließ und unter ihnen verloste. Bereits 1939 wurden Häuser am Basberg zwischen Amselweg und Grenzweg im Auftrag der Reichsheimstätte für den Siedlerbund gebaut und an seine Mitglieder verkauft. Rolf und Lieselotte Neumann sind bereits seit 50 Jahren Mitglied im Siedlerbund. Ihr Haus wurde 1939 auf dem Drosselweg fertiggestellt und ihren Eltern für 12 000 Reichsmark verkauft. Das verhältnismäßig kleine Haus stand auf einem 850 Quadratmeter großen Grundstück inklusive Hühner- und Schweinestall, denn die kinderreichen Familien sollten sich in den Kriegszeiten weitgehend selbst versorgen. Deshalb erhielten sie mit dem Hauskauf die Berechtigung, einige Pflanzen und Tiere am Güterbahnhof kostenlos abzuholen. Dazu gehörten neben einem Schwein acht Hühner mit Hahn, Gartengeräte mit Schubkarre, drei Apfel-, zwei Zwetschen-, zwei Sauerkirschbäume und eine Süßkirsche, außerdem ein Holunder-, zwei Johannisbeerbüsche sowie einige Himbeerpflanzen.

Heute hat der Landes- und Bundesverband mit der Umbenennung seines Namens die Spuren dieser Vergangenheit verwischt. Der Name ,,Siedlerbund“ ist dem moderneren Begriff ,,Verband Wohneigentum e. V. (VWE) gewichen. Einige Bestandteile der Interessengemeinschaft sind erhalten. Im Vereinsjahresbeitrag, der regional zwischen 30 und 50 Euro schwankt, sind neben einer Monatszeitschrift eine Haus- und Grundstücks-Haftpflichtversicherung, Bauherrenhaftpflicht und eine Grundstücksrechtsschutz-Versicherung mit Selbstbeteiligung enthalten. Daneben können Mitglieder Verbraucherberatung für Haus und Grundstück mit Rechts-, Sicherheits- und Steuerberatung sowie Gartenfachberatung in Anspruch nehmen. Neu hinzugekommen ist die Hilfe in Bau-, Energie- und Wohnfragen zum Beispiel im Hinblick auf altersgerechtes Wohnen, Fachvorträge und Freizeitmöglichkeiten für Familien werden ebenfalls angeboten..

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Horst und Christine Böker, Joachim und Ilona Lubojatzky sowie Volker und Erika Stieler geehrt. Bereits 40 Jahre sind Uwe Hilker, Heinz und Hildegard Meyer sowie Theodor und Dagmar Nasadiuk, dabei und für 50 Jahre konnten Horst und Martha Krupski, Rolf und Lieselotte Neumann sowie Heinz und Rosemarie Paech geehrt werden. Krankheitsbedingt konnten leider nicht alle Jubilare dem Fest beiwohnen.

Zum Gelingen des Festes trug unter anderem auch das Doppelquartett der Liedertafel von 1837 bei, das mit seinen Lied- und Wortbeiträgen Besinnliches und Heiteres darbot.



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