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Warten auf Wirtschaftsweg-Sanierung

Sieben Jahre später

Pollhagen. Die Pollhäger warten noch immer auf die Sanierung des Wirtschaftsweges zwischen Pollhagen und Nienbrügge. Während der Ratssitzung sprach SPD-Sprecher Roman Stadie das Thema an und wollte wissen, ob an der Stelle noch etwas passieren werde.

veröffentlicht am 04.08.2014 um 18:38 Uhr

Die Sanierung des Wirtschaftswegs ist im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens in Sachsenhagen geplant. Pollhagen hatte sich laut Gemeindedirektor Marc Busse mit einem Betrag von rund 80 0 Euro beteiligt, weil ein Teilstück in Pollhäger Gemarkung liegt. Wie Stadie bemängelte, sei dies aber bereits vor sieben Jahren zugesagt worden und noch immer nicht passiert. Die Verwaltung konnte keine aktuellen Informationen zum Stand des Verfahrens geben, will aber bei der zuständigen Landesstelle nachhaken. „Die Seitenränder fangen an zu bröckeln und die Löcher werden größer“, beschreibt Busse den Zustand.

Das zuständige Amt für Regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hannover kann die Ratsmitglieder beruhigen: „Ängste sind unbegründet“, sagt Christa Tjarks, die als Sachbearbeiterin die Flurbereinigung begleitet. „Wir wollen den kompletten Weg ausbauen.“ In Bezug auf den aktuellen Zustand des Weges weist sie darauf hin, dass „die Gemeinde während der Flurbereinigung nicht von der Unterhaltungspflicht entbunden ist“. Pollhagens Bürgermeister Friedrich Möller (WGP) weiß das, hat aber Probleme, „bei dieser Herangehensweise“ zu reagieren. Die Gemeinde habe keine Informationen über die Zeitplanung erhalten. Ausbesserungen in Angriff zu nehmen, wenn der Weg kurze Zeit später wieder angefasst werde, sei nicht sinnvoll.

Tjarks bestätigt, was auch im Rat erwähnt wurde: Die Maßnahme wurde zurückgestellt, weil in den asphaltierten Teilstücken des Weges Schadstoffe gefunden wurden. Dadurch sei die ursprüngliche Finanzplanung infrage gestellt, weil die Entsorgung des Belages höhere Kosten verursachen würde. Das Amt erwäge jetzt, das Bitumen nicht zu entsorgen, sondern eine weitere Schicht aufzubringen und damit den Asphalt zu versiegeln, sodass die Schadstoffe nicht freigesetzt werden können. Die Schotter-Abschnitte sollen mit Schotter wiederhergestellt werden. „Insgesamt wird die Traglast des Weges erhöht“, so Tjarks.

Der Zeitplan richtet sich nach dem Kassensturz. Ende des Jahres werde das Amt feststellen, wieviel Geld noch im Topf ist. „Den Weg haben wir für 2015 ins Auge gefasst“, sagt die Sachbearbeiterin. Und Projektleiterin Dorith Orth verweist auf die Ansprüche der Kommunen: „Alle Teilnehmer an der Flurbereinigung haben ein Recht darauf, dass die Maßnahmen umgesetzt werden.“ bab



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