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Schüler der Handelslehranstalt informieren über Vegetariertag aus anderen Städten in Deutschland und weltweit

Sie wollen den Veggieday auch für Hamelns Großküchen

Hameln. Futtermittelskandale, Dioxin-Eier – kaum ein Tag vergeht ohne Hiobsbotschaften aus dem Bereich der Nahrungsmittelerzeugung. Und auch der Klimawandel hängt in maßgeblicher Weiser mit der Lebensmittelproduktion zusammen. Vor allem mit einem Lebensmittel: dem Fleisch.

veröffentlicht am 24.03.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:41 Uhr

Hameln. Futtermittelskandale, Dioxin-Eier – kaum ein Tag vergeht ohne Hiobsbotschaften aus dem Bereich der Nahrungsmittelerzeugung. Und auch der Klimawandel hängt in maßgeblicher Weiser mit der Lebensmittelproduktion zusammen. Vor allem mit einem Lebensmittel: dem Fleisch. Immer mehr kritische Verbraucher fragen sich daher, ob man mit seinem persönlichen Konsumverhalten im Bereich der Lebensmittel ebenfalls zum Umweltschutz beitragen kann. Die Stadt Bremen hat vor einem Jahr die Konsequenz gezogen und den „Veggieday“ ausgerufen. An jedem Donnerstag gibt es nun in Bremer Kantinen und Großküchen ausschließlich fleischlose Gerichte. Viele Restaurants beteiligen sich ebenfalls an der Aktion. In Deutschland zogen bereits Schweinfurt und Wiesbaden nach und auch Nürnberg plant die Einführung eines „Veggiedays“. International gibt’s in Kapstadt, San Francisco, Sao Paulo und Gent bereits einen „Veggieday“.

Die BFW 1D der HLA Hameln fand die Idee des „Veggiedays“ so überzeugend, dass sie auch so einen Tag in Hameln einführen wollen. „Einmal pro Woche vegetarisch zu essen, ist auch für die Gesundheit besser“, meinen die Schülerinnen und Schüler. So wurde ein Aktionstag in der HLA initiiert und seit Monaten vorbereitet. Vergangenen Montag nun konnten rund 130 Personen aus Politik und Verwaltung, einige Großküchenbetreiber aus der Stadt und Kirchenvertreter im Forum der Handelslehranstalt begrüßt werden. „Vor so vielen Menschen eine Präsentation zu zeigen, das war schon aufregend, zumal auch Landrat Rüdiger Butte zu den Gästen gehörte“, meinte Celina.

Ergänzt wurde die Informationen der Schüler durch einen Vortrag der Ernährungsberaterin Antje Müller, die mit einem kleinen Quiz mit einigen Vorurteilen über Vegetarier aufräumen konnte. „Vegetarisch lebende Menschen sind keine humorlosen Hungerhaken, kennen Sie Dirk Bach? Der ist Vegetarier.“ Pastor Martin Hoffmann von der evangelisch-reformierten Kirche betrachtete den „Veggieday“ aus einer ganz anderen Perspektive. Er trug einige passende Verse aus der Bibel dazu vor: „Im Alten Testament steht, dass der Mensch sich von den Früchten der Bäume ernähren soll – im Paradies gab’s keinen Fleischkonsum!“ Und wie geht’s nun weiter? Manuel aus der BFW 1D: „Der Rat der Stadt Hameln sollte über unseren Vorschlag beschließen, dann könnte Hameln die erste „Veggieday“-Stadt in Niedersachsen werden.“ Die Schülerinnen und Schüler bleiben aktiv und sagen überzeugt: „Donnerstag ist Veggieday – wir sind dabei!“

Schüler der Handelslehranstalt informierten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Köche von Großküchen über Sinn und Zweck eines wöchentlichen Vegetariertages.



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