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Landkreis dankt 21 ehrenamtlichen Vereinsvertretern

Sie sorgen für soziales Miteinander

Hämelschenburg. Wie viele Menschen im Landkreis ehrenamtlich aktiv sind, wurde bisher nicht ermittelt. Zu vielfältig und umfangreich sind die Aufgaben, die in den acht Kommunen ehrenamtlich wahrgenommen werden. 21 ehrenamtlich tätige Menschen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmint hatte Nadja Kunzmann von der Freiwilligen Agentur Hameln-Pyrmont am internationalen Tag des Ehrenamtes ins Schlosscafé Hämelschenburg eingeladen. Im Beisein von Politikern aus Kreis- und Landtag wurden sie von Landrat Tjark Bartels und Norbert Raabe, dem Geschäftsführer der Paritäten Hameln-Pyrmont, stellvertretend für alle ehrenamtlich tätigen Bürger für ihre freiwillige soziale Arbeit geehrt.

veröffentlicht am 11.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

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Magdalene Kassel aus Salzhemmendorf ergriff als Geehrte die Gelegenheit, sich an die Anwesenden zu wenden. Sie engagiert sich seit 2010 in der Kleiderkammer der Bürgerhilfe am Ith e. V. und warb darum, junge Menschen für das soziale Ehrenamt zu gewinnen. Magdalene Kassel machte deutlich das neben all der Arbeit und Kraft, die ein soziales Engagement kostet, es auch sehr viel Freude bringt, in der Gemeinschaft aktiv zu sein. Auch die Zufriedenheit, etwas Gutes zu tun, gebe einem für sich persönlich viel zurück. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Piotr Techmanski am Saxofon und Stefan Claßen am Flügel.

Für Norbert Raabe, der im Mai nächsten Jahres in den Ruhestand geht, war es die letzte Ehrung dieser Art. Seine jahrzehntelange Arbeit für das Ehrenamt und mit Ehrenamtlichen wurde vom Landrat besonders hervorgehoben.

Geehrt wurden durch Landrat Tjark Bartels und Norbert Raabe, Geschäftsführer der Paritäten Hameln-Pyrmont, mit einem Blumenstrauß, Pralinen und dem Landkreisbuch: Wolfgang Marquardt, Bad Münder, Helmut Jedaschko, Hameln, Ute Riedel, Hameln, (alle Diakonie), Renate Hahn, Ursula Fricke, Gerda Preuß, Maria Kattner (alle sozialer Dienst katholischer Frauen Hameln), Christina Marx aus Bad Pyrmont gründete 2010 die Selbsthilfegruppe „November“ für Menschen, die Angehörige durch Suizid verloren haben. 2011 baute sie die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen oder Angst- und Panikattaken auf, Lothar Stolpmann, Aerzen, und Dr. Willmut Wolf (Kontaktstelle für Selbsthilfe), Hameln, Henning Müßigbrodt aus Salzhemmendorf ist seit 1988 Mitglied der Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew und seit 14 Jahren im Selbsthilfebeirat der Kontaktstelle aktiv. Von 1979 bis 2009 war er Schatzmeister der Freilichtbühne Osterwald und Mitspieler auf der Bühne, Catarina Söffker, Hess. Oldendorf (DRK), Horst Hennecke, Emmerthal (Hamelner Tafel), Karl-Friedrich Alms, Barksen, Dietmar Meier, Rohden (beide NABU), Gerd-Peter Kluwe, Aerzen, Renate Wiemann, Coppenbrügge (beide Sorgentelefon), Christoph Burkert, Hameln (Freiwilligen Agentur), Gerde Krumstroh, Bad Münder (Umsonstladen Bad Münder), Erika Hoffmann aus Oldendorf ist seit 2009 in der Bürgerhilfe am Ith e. V. aktiv. Sie holt an mehreren Tagen in der Woche Lebensmittel aus Geschäften und hilft bei der Ausgabe der Waren, Magdalene Kassel, Salzhemmendorf (Bürgerhilfe am Ith).

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Christina Marx ag

„Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt sei vielleicht denkbar, aber sie wäre nicht lebenswert“, so Landrat Tjark Bartels. Er hob hervor: „Es ist das Ehrenamt, das unter anderem den Sportverein für jeden zugänglich macht, von unten Veränderungen bringt und die Dinge besser macht mit neuen Ideen.“ An die Geehrten gewandt sagte er: „Sie sind eine wichtige Stütze, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle zu ermöglichen.“ Für Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann sind solche Anlässe willkommene Möglichkeiten, „auf die Kreativität und Leistungen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam zu machen“, sagte er in seinem Grußwort. „Sie bieten aber auch die Chance, darüber zu diskutieren, was wir – sowohl der Staat, aber auch die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft – tun können, um bürgerliches Engagement anzuregen, zu ermöglichen und zu unterstützen.“ Er verfolge mit Unbehagen die Entwicklung der letzten Jahre, sowohl im Hinblick auf steuerliche Stolpersteine als auch in der Auflagenflut bei der Durchführung von Veranstaltungen.

Rund 23 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich im sozialen Bereich, für die Umwelt, im Kulturbereich oder im Sport. Im Durchschnitt bringen sie sich seit zehn Jahren in einen Verein ein und leisten gemeinsam jährlich 4,6 Milliarden Arbeitsstunden. Bei einem Stundenlohn von 7,50 Euro entspricht das einer Wertschöpfung von 35 Milliarden Euro.ag



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