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Beschlussfassende Versammlung des Kolping-Diözesanverbandes tagte in Helmstedt

Sie sind für Organspende, aber gegen PID

Hameln. Die Diözesanversammlung des Kolpingwerkes der Diözese Hildesheim, das beschlussfassende Organ, fand in diesem Jahr in Helmstedt statt. 500 Delegierte aus den 150 Kolpingsfamilien der Diözese, so auch aus Bodenwerder, Springe und Hameln (Bezirk Hameln) waren dabei. Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik standen im Mittelpunkt dieser Versammlung. So sprach der Geschäftsführer der Labora, Reiner Kaste, über Anspruch und Zielsetzung des gemeinnützigen Unternehmens als Einrichtung der katholischen Kirche. Das Kolpingwerk, Diözesanverband Hildesheim, ist seit über zwei Jahrzehnten einer der Gesellschafter von Labora. Die Aufgabe: benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen den Einstieg oder den Wiedereinstieg in den Beruf möglich zu machen. Am Nachmittag standen neben den Regularien, dem Geschäfts- sowie dem Kassenbericht und Berichten der einzelnen Sachbereiche auch die Beratung und Verabschiedung einiger Anträge auf der Tagesordnung. Alle Menschen sollten Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung haben. Einstimmig plädierte die Versammlung, dass auch künftig „hochwertige medizinische Versorgung unabhängig von Einkommen, Alter und sozialer Schicht“ möglich sein sollte. Zudem sprachen sich die Teilnehmer der Versammlung gegen die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) aus. Bei der PID werden im Rahmen einer künstlichen Befruchtung Embryonen vor dem Einsetzen in den Mutterleib genetisch untersucht. Für das Kolping-werk ist diese Methode ein „Eingriff in das werdende menschliche Leben“, da auffällige Embryonen nicht implantiert werden. Mit einem weiteren Antrag appelliert das Kolpingwerk an alle Mitglieder, sich als Organspender zur Verfügung zu stellen. Täglich würden in Deutschland drei Menschen sterben, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Derzeit würden 12 000 Kranke auf ein Spenderorgan warten. Das Kolpingwerk will nun „intensiv für die Neugewinnung von Organspenden werben“.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

Teilnehmer des Bezirkes Hameln mit dem Diözesanpräses, Domkapitular Klaus Funke (2. v. r.), Diözesanvorsitzender Andreas Bulitta


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