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Feuerwehr Hameln zieht Bilanz: Nur ein Großfeuer, keine Brandtote / Siegfried Konradt und Karl Steinbrink 60 Jahre dabei

Sie sind die Versicherung für ihre Mitmenschen

Hameln (gro). Obwohl die Anzahl der Feuermeldungen 2009 insgesamt um mehr als 25 Prozent über denen des Vorjahres lag, gab es in Hameln nur einen einzigen Großbrand und wie schon in den vorigen Jahren keine Brandtoten, stellte der stellvertretende Ortsbrandmeister Nobert Tegtmeyer in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hameln fest. „Das ist positiv und ehrt uns, weil es ein klares Indiz dafür ist, dass hauptamtliche und freiwillige Kräfte in Hameln immer schnell genug zur Stelle waren und professionell gearbeitet haben.“

veröffentlicht am 24.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:41 Uhr

282 Brandeinsätze und 655 Hilfeleistungseinsätze sowie 63 Nachalarmierungen der freiwilligen Kräfte waren im letzten Jahr abzuarbeiten. Bewährt und herumgesprochen habe sich wohl auch, dass das Alarmierungs- und Ausrückesystem bei nachbarschaftlichen Einsatzhilfen perfekt funktioniere. Kontinuierlich hätten die Einsätze auch über die Landkreisgrenze hinaus, zugenommen. Als positiv werten die Hamelner Brandschützer die Mitgliederentwicklung entgegen dem allgemeinen Trend. So zählt die Hamelner Wehr 103 aktive Brandschützer mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. In der Jugendfeuerwehr sind 21, in der Altersabteilung 31 und in der Abteilung Förderung 23 Mitglieder gemeldet. Ortsbrandmeister Emil Burose verwies in seinem Bericht darauf, dass es drei Jahre dauere, bis ein Feuerwehrmann vollständig ausgebildet sei für einen hundertprozentigen Einsatz. Kritisch ging er mit dem Verhältnis Arbeitgeber zu Arbeitnehmern um, die aktive Mitglieder der Feuerwehren seien. Eine Freigabe für den Dienst erfolge nur widerwillig, obwohl gesetzlich zugesichert. Daher würden viele Brandschützer ihren Dienst und die Ausbildung sogar im Urlaub zum Wohl des Bürgers ableisten. Mit Fahrzeugen sei die Wehr gut ausgerüstet, aber bei der Schutzausrüstung hapere es. Hier gelte doch eigentlich die Fürsorgepflicht von Rat und Verwaltung. Gerne lade er die Politiker einmal ein, an einem kalten oder regenerischen Tag in der gestellten Schutzausrüstung am Einsatz teilzunehmen. „Wir sind die Versicherung für die Mitmenschen. Da müssen sie auch die Prämie zahlen, sonst erlischt die Versicherung“, sagte Burose. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Friedrich Wilhelm Thies „blies in das gleiche Horn“. Er danke für die Investitionen in den letzten Jahren – das müsse so weiterlaufen. Sein Appell an die Politik: „Jetzt hier sparen wäre der falsche Weg.“ Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann dankte für die Arbeit der Wehr und sagte zu, die Kritik mitzunehmen. Im Rahmen der Versammlung wurden Christian Bissel, Marcel Graßhoff, Nils Mandla, Fabian Meyer, Daniel Möller und Andreas Wirt zu Feuerwehrmännern, Daniel John, Björn Lönnecker und Andreas Volta zu Oberfeuerwehrmännern, Bastian Selle und Carsten Wenzel zu Hauptfeuerwehrmännern, sowie Wolfgang Bockmann und Kai Philipps zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert. Zum Löschmeister wurde Jens Konradt, zu Hauptlöschmeistern Marc Arndt und Stefan Bode ernannt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Hans-Joachim Hänsel geehrt, für 50 Jahre Dietmar Buchholz, Fritz Placidus und Fritz Wittkopp Über 60 Jahre Mitgliedschaft können sich Siegfried Konradt und Karl Steinbrink freuen.



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