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25 Jahre Ehrenamt bei den Paritäten / Klaus-Dietrich Gruhl und Edeltraut Sievers von Anfang an dabei

Sie sind Brückenbauer zwischen den Generationen

Hameln (wul). Die Tränen der Rührung bleiben nicht aus – wer sich fast 25 Jahre lang in den Dienst der anderen stellt, geht nur schweren Herzens und wird schweren Herzens gehen gelassen. So ist es auch bei Waltraud (78) und Hans Lippel (80), Edeltraut Sievers (82) und Klaus-Dietrich Gruhl (85), die in einer Feierstunde im Breckehof im Seniorenzentrum Tönebön am Klüt geehrt und verabschiedet wurden. Sie haben unter dem Dach der Paritätischen Diensten Hameln-Pyrmont dafür gesorgt, dass zwischen Alt und Jung stabile Brücken gebaut werden und dem abstrakten Begriff ehrenamtliches Engagement Menschlichkeit eingehaucht, die nachwirkt.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:41 Uhr

„Was hat die Polizei mit den Paritäten zu tun“, habe sich Norbert Raabe, Geschäftsführer der letzteren, gefragt, als Klaus-Dietrich Gruhl vor einem Vierteljahrhundert mit seiner Idee kam, „Ehrenamt“ zum Thema zu machen. Gruhl, damals just als Kontaktbeamter pensioniert und Überzeugungstäter, habe ihn denn auch überzeugt und so die Basis gelegt, auf der Projekte wie der Seniorentreff und die Arbeitsgemeinschaft „Seniorenbetreuung“ an der Wilhelm-Raabe-Schule entstehen konnten. Die Schul-AG war die erste ihrer Art in Niedersachsen und Vorbild für andere Schulen, wie Christa Bruns vom Beirat der Paritäten hervorhob.

„Sie haben ihre persönliche Freizeit für andere eingesetzt und dafür Sorge getragen, dass andere nachfolgen können“, lobte Landrat Rüdiger Butte. Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann zollte der Kontinuität der Arbeit Respekt, in der für sprunghaftes Handeln kein Platz ist: „Das ist sehr selten geworden.“

Gruhl war der Grundsteinleger, ihm zur Seite stand von Beginn an Edeltraut Sievers, die mit ihm zusammen besagte Schul-AG ins Leben rief, in der die Junioren die Senioren betreuen. „Da ist eine Freundschaft entstanden, die hoffentlich bis an unser Lebensende bestehen bleibt“, blickt Gruhl zurück und voraus und auf seine „besondere Freundin Edeltraud“. Und auch das Ehepaar Lippel hat den Senioren im Landkreis das Leben in vielen Stunden erleichtert und bereichert, sei es im stationären Seniorentreff oder mobil, wenn Hans Lippel mit seinen Männern und Frauen im Bulli Touren durchs Weserbergland unternommen hat. Und als Dank an alle, die jetzt geehrt wurden, will Norbert Raabe sich selbst ans Steuer setzen – und die ehemaligen Ehrenamtlichen zu einem Ausflug einladen.



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