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Sledge-Eishockey-Nationalmannschaft gewinnt WM-Finale gegen Japan

Sie müssen sich vor keinem Team verstecken

Hameln. Die deutsche Sledge-Eishockey Nationalmannschaft gewinnt das Endspiel gegen Gastgeber Japan mit 3:2 bei der B-Weltmeisterschaft in Nagano und meldet sich mit einer beeindruckenden Leistung in der A-Gruppe zurück. Die drei Tore wurden von Frank Rennhack (2) und Bas Disveld (1) erzielt.

veröffentlicht am 25.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

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Bereits mit dem Einzug ins Finale ist das Team um das Trainerduo Andreas Pokorny und Michael Gursinsky wieder in die A-Gruppe aufgestiegen und hat nun die Chance, sich für eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2014 in Sotschi zu qualifizieren. Das Qualifikationsturnier findet im November statt.

„Wir haben eine gute Voraussetzung für uns geschaffen und gezeigt, dass Topteams wie Japan, die bei den paralympischen Winterspielen in Vancouver 2010 Silber gewonnen haben, zu schlagen sind. Wir müssen uns bei so einer geschlossenen Mannschaftsleistung vor keinem Team der Welt verstecken“, sagte Michael Gursinsky nach dem Goldmedaillenerfolg. Auch dabei waren übrigens die beiden 2011 und 2012 vom deutschen Sledge-Eishockey-Förderverein e. V. (kurz DSF e.V.) mit Sitz in Hameln, geförderten Nachwuchsspieler Bernhard Hering und Felix Schrader. Felix Schrader, der sein erstes internationales Tor beim Sieg gegen Estland schoss, trug sich damit gleichzeitig in die Torschützenliste ein. Den üblichen Wetteinsatz für das erste internationale Tor, in Form einer rasierten Glatze von Teamkollegen Udo Segreff, nahm er dafür gerne in Kauf.

Der DSF e. V. sucht weiter Sponsoren und Förderer, die diese interessante und außergewöhnliche Sportart fördern möchten. Der Mitgliedsbeitrag für eine Jahresmitgliedschaft beträgt 12 Euro im Jahr. Aber auch Geld- und Sachspenden in Form von Eishockeyausrüstungen sind gerne gesehen. „Wir engagieren uns alle ehrenamtlich und kämpfen dafür, dass diese Sportart endlich die Anerkennung bekommt, die sie verdient hat“, so die Hamelner Vorsitzende Sonja Kutofsky.

Sledge-Eishockey gehört mit Sicherheit zur Königsklasse der Sportarten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Spielregeln, Spielfeld, Spielverlauf und Kleidung entsprechen dem Eishockey. Anstelle der Fortbewegung auf Schlittschuhen kommen die Spieler auf Schlitten zum Einsatz. Zur Fortbewegung und zum Spiel dienen zwei kurze Schläger, deren Griffenden mit Spikes besetzt sind. Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Geschicklichkeit zeichnen diesen Sport aus. Zuschauer und Sponsoren sind begeistert und es ist wie beim Eishockey, wer einmal „Blut geleckt“ hat, den lässt dieser Sport nicht mehr los, berichtet die Hamelnerin Sonja Kutowsky, die Vorsitzende des Sledge-Eishockey-Fördervereins und verweist auf die Homepage www.sledgeeishockey-foerderverein.de



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