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Niedersächsischer Prinzen Club feiert alle elf Jahre / Carneval Club zieht nach Klein Berkel zum TSV

Sie mögen einfach keine geraden Zahlen

Hameln (jah). Nur alle elf Jahre wird gefeiert, dafür dann aber richtig. Der niedersächsische Prinzen Club hat am Wochenende sein 3 x 11 Jahre Jubiläum gefeiert. „Karnevalisten mögen einfach keine graden Zahlen“, sagt Präsident Horst Dieter Bieri. Das Besondere an „seinem“ Club: „Hier kann man immer Prinz sein“, denn in dem jeweiligen Verein kommt einem diese Ehre nur einmal im Leben zuteil. Das war den niedersächsischen Prinzen aber zu wenig und so gründete sich der Club vor nunmehr 33 Jahren.

veröffentlicht am 24.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:21 Uhr

Allerdings gibt es Zugangskriterien“, erklärt Bieri, denn „wir nehmen immer nur den offiziellen Stadtprinzen auf, wenn wir jeden Prinzen eines Vereins aufnehmen würden, dann wären das zu viele.“

Natürlich waren unter den rund 100 Gästen nicht nur Männer, denn jeder Prinz braucht auch eine Prinzessin. „Die Frauen, die nicht Prinzessinnen waren, werden allerdings nur geduldet, da es ein reiner Männerclub ist“, begründet Horst Dieter Bieri, die Vorschriften. Trotzdem kam, zumindest an diesem Abend, auch eine Frau zu Wort, Bürgermeisterin Ursula Wehrmann betonte in ihrer Rede, wie gut sie den Zusammenhalt in diesem Verein finde und wie viel ihr persönlich auch der Karneval bedeute. „Die fünfte Jahreszeit ist ja meist recht grau und ich finde es gut, wenn man dagegen mit Spaß, Humor und Freude angehen kann.“ Die Worte der Bürgermeisterin schienen dem Präsidenten des Karneval Verbandes Niedersachsen wie maßgeschneidert.

„Denn nicht immer sagt eine Stadt Dankeschön an ihren Karnevalsverein“, bekräftigte Diethardt Frase. Büttenreden suchte man an diesem Abend vergeblich, „darauf wurde bewusst verzichtet“, sagte der Präsident des Carneval Clubs Hameln (CCH), Günter Langosch. „Schließlich feiern wir hier gemeinsam mit dem Prinzen Club nicht Karneval, die Session ist vorbei, wir haben hier Wert auf das Showprogramm gelegt.“

V. li.: Horst Dieter Bieri, Bürgermeisterin Ursula Wehrmann, Diethardt Frase, Präsident vom Karneval Club Niedersachsen. Fotos: jah

Das gebotene Programm lies keine Langeweile aufkommen: Funkemariechen gab’s zwar nicht, dafür sorgten aber das Männerballett und die „Hupfdohlen“, also die weibliche Tanztruppe, für gute Stimmung beider Vereine, von denen einige Anwesenden Mitglied in beiden Vereinen sind. Ein bisschen Wehmut lag auch in der Luft, denn der CCH hat an diesem Abend zum letzten Mal in seinen Vereinsräumen in der Papen-straße gefeiert. „Leider sind die Nebenkosten zu hoch“, begründet Günther Langosch.

Trauer ist nicht in den Augen der Mitglieder zu sehen, schließlich gibt es schon ein neues Domizil in Klein Berkel. „Mit dem Umzug in das TSV Heim nach Klein Berkel erhofft sich der Verein auch neue Mitglieder“, sagt Langosch: „Ich denke der Zusammenhalt ist etwas größer in der Hamelner Ortschaft und vielleicht gibt es ja auch Kinder, die gerne bei uns einsteigen wollen.“ Der neue „Herbergsvater“, TSV Klein Berkel Vorsitzender Frank Kosok, sieht ebenfalls eine spannende Zeit vor sich. „Schließlich gab’s so eine Kooperation noch nicht: Fußball und Karneval, aber ich lasse mich überraschen wie das wird und sehe ganz positiv in die Zukunft“.



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