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Gemeindebrandmeister fordert Mannschaftstransportwagen für Jugendfeuerwehren

Sicherheit für Kinder nicht gegeben

Rehren (la). Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold hat bei der Gemeinde drei Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Freiwillige Feuerwehr Auetal beantragt. Diese Fahrzeuge sollen hauptsächlich für den Transport der Jugendlichen und Kinder der Nachwuchsabteilungen der Ortsfeuerwehren genutzt werden, aber auch bei Einsätzen die Feuerwehrleute zum Einsatzort befördern.

veröffentlicht am 05.09.2007 um 00:00 Uhr

Die Kinder- und Jugendlichen der Auetaler Feuerwehren sind bei z

Seinen Antrag begründete Nothold den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses folgendermaßen: "Die Freiwillige Feuerwehr unterhält zurzeit acht Jugendfeuerwehren, deren Mitglieder im Alter von zehn bis 18 Jahren sind, sowie zwei und ab 1. Oktober 2007 sogar drei Kinderabteilungen, deren Mitglieder im Alter von sechs bis zehn Jahren sind. Das sind insgesamt etwa 150 Kinder und Jugendliche." Die Beförderung der Jugendlichen würde zurzeit nicht der Straßenverkehrsordnung entsprechen, die vorsieht, dass Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kleiner als 1,50 Meter sind, nur in Fahrzeugen mit vorhandenen Sicherheitsgurten befördert werden dürfen, wenn amtlich genehmigte und geeignete Kinderrückhalteeinrichtungen verwendet werden. Grundsätzlich soll auf die Nutzung von Fahrzeugen ohne Sicherheitsgurte zur Beförderung von Kindern und Jugendlichen verzichtet werden. "Feuerwehrfahrzeuge bilden hier keine Ausnahme", so Nothold. Allerdings bieten die Feuerwehrfahrzeuge der Auetaler Feuerwehren diese Möglichkeit nicht. "Die derzeitige Praxis ist unbefriedigend, gefährlich und könnte unter Umständen bei einem Unfall ein erhebliches Maß an Haftungsfragen auslösen", gab Nothold zu bedenken. Zunächst forderte der Gemeindebrandmeister zwei neue MTW, die von den Ortsfeuerwehren auf eigene Kosten mit Blaulicht und Funk ausgestattet werden sollten. "In Rolfshagen gibt es ein solches Fahrzeug, was die Ortswehr allerdings auf eigene Kosten beschafft hat", erklärte Nothold. Die Ortsfeuerwehr Rolfshagen könne nicht auf das Fahrzeug verzichten, da es dienstbereit ausgerüstet sei. Daher wären drei MTW anzuschaffen. Diese sollen in Rolfshagen, Rehren und Antendorf stationiert und von den jeweiligen Wehren gewartet und gepflegt werden. Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, diese Fahrzeuge nicht nur für die Ortsfeuerwehren, sondern nach Absprache auch für die offene Jugendarbeit und die Vereine zur Verfügung zu stellen. "Das lehne ich ab. Wir brauchen die Fahrzeuge für unsere Kinder und Jugendlichen. Außerdem pflegen wir keine Fahrzeuge für alle Vereine", so Nothold. Die Arbeit der Feuerwehren sei schließlich eine andere, als die der Vereine. "Der Wunsch der Feuerwehr ist verständlich und die Haftung durch den Bürgermeister bei einem eventuellen Unfall ist auch nicht tragbar. Allerdings muss geprüft werden, ob die Kinder und Jugendlichen nicht auch von Eltern oder per Taxi transportiert werden könnten", gab Friedrich Gärling (CDU) zu bedenken. Das sei sicherlich billiger, als drei neue Fahrzeuge zu kaufen und zu unterhalten. "Schließlich könnten auch Vereine wie der TuS Rehren, die ebenfalls viele Kinder haben, diese Ansprüche stellen. Das könnte ein Fass ohne Boden werden." "Wir brauchen diesen Nachwuchs, um die Feuerwehren auch in Zukunft für das Gemeinwohl zu erhalten", setzte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ralf Kopczinsky dem entgegen. "Wir müssen feststellen, wie viel Bewegung in den Jugend- und Kinderfeuerwehren stattfindet", sagte Bürgermeistervertreter Karl-Heinz Büthe. "Die Feuerwehren arbeiten ehrenamtlich fürdie Allgemeinheit und sind eine Gemeindeeinrichtung, die dringend gebraucht wird", unterstrich Nothold. Vereine seien schön und wichtig, aber die Fahrzeuge benötigten die Feuerwehren. Nur in Ausnahmen könne er sich vorstellen, dass sie auch von der Gemeinde für die offene Jugendarbeit, oder zumBeispiel den Ferienspaß, genutzt würden. "Mir fehlt hier einfach ein Nutzungskonzept. Das ist alles mit der heißen Nadel gestrickt", gab Gärling zu bedenken. Nach längerer Diskussion wurde über den Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung abgestimmt, dass für den Transport der Kinder und Jugendlichen in den Ortsfeuerwehren, der offenen Jugendarbeit und in den Vereinen, drei geeignete Transportfahrzeuge mit den erforderlichen Kinderrückhaltesystemen angeschafft werden. Die Fahrzeuge sollen den Ortsfeuerwehren angegliedert und die Haushaltsmittel in Höhe von etwa 45 000 Euroüberplanmäßig bereitgestellt werden. Die Ausschussmitglieder Rüdiger Teich, Andreas Watermann und Hans-Jürgen Bethge (alle SPD) stimmten dem zu, während Friedrich Gärling dagegen stimmte.



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