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Theodor-Heuss-Realschule hat wieder einen Schulhund / Projektwoche „aktiv mit Hund“ diente als Einführung

Shari erhielt am ersten Tag eine Schultüte

Hameln. In der Theodor-Heuss-Realschule hat im September die fünfjährige spanische Mix-Hündin Shari ihren Dienst als Schulhund angetreten und begleitet seitdem ihr Frauchen an einem Tag in der Woche in verschiedene Klassen. Sie ist mit genau so viel Spaß und Eifer bei der Sache wie ihre Vorgängerin Gucci, die seit Dezember 2007 den Schülerinnen und Schülern jeder Altersstufe den Schulalltag durch ihre Anwesenheit versüßt hatte und den Schülern so sehr ans Herz gewachsen war, dass sie alle sehr traurig waren, als sie im Juni 2011 verstarb.

veröffentlicht am 15.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

Shari kam im Oktober 2011 aus einem spanischen Tierheim zu ihrer Familie, in der noch zwei Hunde leben. Schnell zeigte sich, dass die gelehrige Hündin sehr menschenbezogen, geduldig und kinderlieb ist. Nachdem sie im Februar 2012 ihre Basisausbildung im „Erster deutscher Polizeihundverein von 1920 e.V.“ mit ihrem Frauchen begonnen hatte, bestand sie die Prüfung „VDH-Hundeführerschein“ im Juni nach nur knapp acht Monaten Aufenthalt in Deutschland.

Eine gelungene Integration. Nun konnte sie an dem Projekt „Aktiv mit Hund“ während der Projektwoche der Theodor-Heuss-Realschule im Juli teilnehmen, das ihr Frauchen, die Lehrerin Angelika Dieckmann, leitete und an dem 24 Kinder und 12 Hunde mit großem Engagement, höchster Konzentration und Begeisterung teilnahmen.

Nach den Sommerferien wurde Shari dann richtig mit einer Schultüte mit Hundefutter „eingeschult“. „Es gefällt ihr, dass sie bereits am Schultor von vielen Schülerinnen und Schülern jeden Alters freudig begrüßt wird. „Während des Vormittags werden ihr die vielen streichelnden Hände in den Klassenräumen und auf den Fluren nie zu viel“, urteilt ihre Besitzerin. Im Gegenteil, sie genieße es und gebe durch ihre bedingungslose Unvoreingenommenheit den Kindern und Jugendlichen viele Emotionen zurück. „Zurückhaltende Jugendliche gehen mehr aus sich heraus, werden selbstbewusster, sie fühlen sich von Shari angenommen.

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Sharis Schultüte.

Forsche Jugendliche lernen Rücksicht zu nehmen, denn ein Hund mag Lärm und Hektik nicht. Davon profitieren am Ende alle Schüler und auch die Lehrerin, denn durch die Anwesenheit des Hundes ist die Atmosphäre im Klassenraum entspannter, Konzentration und Lernbereitschaft der Schüler steigen.“

Sehr gern übernehmen in den Pausen wechselnde Teams von jeweils zwei Schülern den Gassidienst mit Shari. „Alle gehen dabei mit ihr liebevoll und verantwortungsbewusst um. Bei ihren zwischendurch dringend nötigen Ruhepausen hört man im Unterricht auch schon mal: „Pssst, leise, Shari schläft“, berichtet Angelika Dieckmann. Die positiven Auswirkungen, die Freude und der Spaß, den Shari in den Unterricht bringt, bestätigen, was wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Ein Hund entspannt das menschliche Miteinander. Eine Erkenntnis, die Schulen und Altenheime gern aufgreifen, wie die steigende Zahl von Schulhunden in Deutschland belegt.

Schulhund Shari stört beim Lernen nicht, im Gegenteil, die Leistung der Schüler ist durch die erhöhte Aufmerksamkeit eher gewachsen.



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