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Große Resonanz bei Gründungsversammlung: Über 30 Leute kommen / Edler als Vorsitzender gewählt

Senioren-Union als "Dach" für den Stadtverband

Rinteln (clb). Rappelvoll ist es am Montagabend im Hotel Stadt Kassel gewesen, als Rintelns CDU-Stadtverband zur Gründungsversammlung der landkreisweit ersten Senioren-Union geladen hatte - immer dichter mussten die Interessenten zusammenrücken, Hauptinitiator Dieter Edler und Stadtverbandschef Veit Rauch konnten im Laufe des Abends über 30 Anwesende zählen - darunter auch Politprominenz wie Ehrenbürgermeister Friedrich-Wilhelm Hoppe oder Christopher Wuttke, Hoffnungsträger der Christdemokraten für die nächste Bundestagswahl.

veröffentlicht am 17.09.2008 um 00:00 Uhr

Der frisch gewählte Vorstand der neu gegründeten Senioren-Union

"Positivüberrascht" zeigte sich Dieter Edler über die große Resonanz vonseiten der Bürger und wertete diese als ein "Zeichen, dass die CDU in Rinteln ein großes Renommee hat". Dem konnte sich Veit Rauch nur anschließen: "Ich bin schier überwältigt." Als vorab die ersten Gespräche geführt worden seien, hätte er mit sechs oder sieben Leuten gerechnet, nicht jedoch mit einem derartigen Besucherandrang: "Ein Riesenerfolg!" Als Verbandschef versprach Rauch, dass der Stadtverband die Senioren-Union so gut es geht unterstützen werde, schließlich sei es für einen Verband wichtig, gerade im Zuge des demografischen Wandels neben einem "Unterbau" (Junge Union) ein "Dach" (Senioren-Union) zu haben. Christopher Wuttke als stellvertretender Kreisvorsitzender der Christdemokraten bewertete die Gründung als "einen ganz wichtigen Schritt", der hoffentlich einen "Nachahmungseffekt" in anderen Gemeinden und Kommunen mit sich ziehen werde. Bundesweit ist die Senioren-Union vorüber 20 Jahren gegründet worden und zählt heute 58 000 Mitglieder. Da die Wahlbeteiligung generell immer mehr ab- und die allgemeine Politikverdrossenheit zugenommen habe, gewinne Politik gerade bei der zunehmendälteren Gesellschaft immer mehr an Bedeutung, betonte Edler im weiteren Verlauf seiner Ansprache. "Wir wollen Politik für Ältere formulieren und durchsetzen und uns bemühen, auch selber mitzuentscheiden." Anschließend wurde der Vorstand bestimmt, an dessen Spitze Dieter Edler auch einstimmig gewählt wurde. Ebenso wie Eckard Strohmeier (bei der konstituierenden Sitzung nicht anwesend) als sein Stellvertreter, Gernot-Gunter Hageböck als Schriftführer, Brigitte Güse-Neddermeyer als Kassiererin sowie Martin Steenwerth als erster Kassenprüfer und Helga Asmus als zweite Kassenprüferin. Monatlich, so empfiehlt es die bundesweite Satzung der Senioren-Union, können die Mitglieder einen Betrag zwischen 2 Euro und 2,50 Euro bzw. 30 Euro jährlich zahlen, was jedoch nicht Pflicht ist. Kurz kam während der Versammlung die Diskussion auf, ob der Betrag freiwillig oder pflichtgemäß zu zahlen sei. Inhaltlich will sich die Rintelner Senioren-Union mit einer großen Bandbreite von Themen befassen, wie Edler anschließend verkündete: Um gesundheitliche und sportliche Aspekte soll es gehen, darüber hinaus um Politik und Wirtschaft, auch mit regionalem Bezug. Ebenso um soziale Themen wie Krankenversicherungsbeiträge, Rentenkürzungen oder Altersdiskriminierung. Dazu werden Referenten eingeladen; nach den Vorträgen sind offene Diskussionsrunden geplant. Den Beginn macht am 27. Oktober um 19 Uhr Dr. Joachim Runkel - im Hotel Stadt Kassel wird er zum Thema "Kernenergie" referieren. Im Monat darauf wollen die CDU-Senioren dieses Thema wieder aufgreifen und das Kernkraftwerk Grohnde besichtigen. Im Dezember ist dann ein Weihnachtsessen geplant. Zu den Treffen, die künftig alle zwei Monate stattfinden sollen, sind nicht nur Mitglieder willkommen, sondern auch Verwandte, Freunde und sonstige Interessenten.

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