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Kreisseniorenrat bildet Arbeitsgruppe zur Projektbegleitung / Willi Lahmann wieder zum Vorsitzenden gewählt

Seniorentaxi für Einkauf und Kultur auf Wunschzettel

Landkreis (dil). Kaum hat sich der Kreisseniorenrat in neuer Zusammensetzung konstituiert, da nimmt er sich eines vielfach gewünschten Projektes an. Ein Seniorentaxi soll - ähnlich wie das im Jahr 2005 eingeführte Fiftyfifty-Taxi für die Jugend Fahrten zum halben Preis ermöglichen. Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangebote sollen so wahrgenommen werden können, auch wenn man abseits der Buslinien wohnt und außerhalb von deren Fahrzeiten unterwergs sein will.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Einstimmig ist Willi Lahmann (Samtgemeinde Niedernwöhren) wieder zum Vorsitzenden des Kreisseniorenrates gewählt worden. Dieser trat im Kreishaus zu seiner konstutierenden Sitzung zusammen. Zum ersten Stellvertreter wurde Karl-Heinz Hansing (Stadthagen) und zum zweiten Stellvertreter Hermann Schwiezer (Gemeinde Auetal) gewählt. Schriftführer bleibt Albrecht Stein (Obernkirchen). Im Ausschuss für Soziales, Sport und Gesundheit des Kreistages wird der Beirat von Marita Kirchner (Samtgemeinde Nienstädt) vertreten, in der Pflegekonferenz von Lahmann, Stellvertreter ist dort Hansing. Knut Utech vom Landkreis hat dem Kreisseniorenrat den Sachstand beim Thema Seniorentaxi erklärt. Wie beim Fiftyfifty-Taxi für die Jugend könnten Landesmittel eingesetzt werden, wenn das Angebot nur außerhalb der Busfahrzeiten gilt. Der Kreisentwicklungsausschuss habe die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob es dieses Taxiangebot für Senioren geben kann. Fahrten wären zum halben Preis möglich, wenn man Wertmarken vorlegt, die es bei den Gemeinden gäbe. Diese lässt sich das Taxi-Unternehmen dann von den Kommunen wieder erstatten. Die andere, verbleibende Hälfte des Fahrpreises zahlt der Passagier. Beim Jugendtaxi machen bisher etwa 16 von 60 angeschriebenen Taxinunternehmen mit. Das Angebot gilt nur für Fahrten im Kreisgebiet. Sollte es ein ähnliches Angebot für Senioren geben, müsste die Beschlussvorlage der Verwaltung im Herbst vom Kreisentwicklungsausschuss befürwortet werden. Mit dem Land Niedersachsen wäre zu klären, ob dafür Landesmittel verwendet werden dürfen. Dann müssten dieTaxi-Betriebe mitmachen wollen und Wertmarken-Verteilstellen festgelegt werden. Utech: "Außerdem ist zu klären, wer dabei als Senior gelten soll und Anspruch auf die Wertmarken hat." Hans Bielefeld (Samtgemeinde Lindhorst) warf ein, Senioren bräuchten das Taxi zum Einkaufen, Richard Jung (Samtgemeinde Nenndorf) ergänzte, es gehe auch um Freizeit- und Kulturangebote. Die verlängerten Ladenöffnungszeiten kämen dem entgegen, hieß es. So beschloss der Kreisseniorenrat grundsätzlich, dass es das Seniorentaxi geben soll. Er bildete eineArbeitsgruppe zu dem Thema mit Gerhard Kording (Samtgemeinde Nienstädt), Lahmann, Jung, Bielefeld und Christa Wanzek (Bückeburg), die sich am 7. Juni um 10 Uhr Kreishaus erstmals treffen soll. Reinhard Brandt vom Kreissozialamt erläuterte, dass die Pflegekonferenz den Bedarf an einer Anlaufstelle für Senioren deutlich gemacht habe. Diese solle im Herbst im Kreishaus eingerichtet werden. Dort werden Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Gesundheitsamtes und eine Kraft vom Sozialamt während der Dienstzeiten fürFragen wie zu ambulanter und stationärer Pflege zur Verfügung stehen.



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