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Regelmäßig Sprechstunden des Seniorenrates der Stadt Hameln im FiZ

Senioren-Talk im Eugen-Reintjes-Haus

Hameln. „Den Frust erst gar nicht entstehen lassen“, kommentiert eine Seniorin aus Hameln. Sie trifft damit genau die Gründe, die mit der monatlichen Sprechzeit des Seniorenrates der Stadt Hameln bezweckt werden sollen.

veröffentlicht am 18.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

„Eine seniorengerechte Stadt ist eine Stadt für alle Generationen. Ein wichtiger Baustein für Hameln wird sein, sich darauf einzustellen“, äußert sich Heino Menkens gemeinsam mit Wolfram Wittkopp. Ziel der Gespräche im FiZ sind Erfahrungen und Tipps, mit denen ältere Mitbürger aus Hameln ihre Situation beschreiben und verbessern wollen oder auch mit denen sie zufrieden sind.

Erfahrungen mit der Erreichbarkeit der Innenstadt, ein mögliches Handyparken, Einzelhandelssortimente und das Parken auf dem Rathausplatz waren Themen beim letzten Senioren-Talk.

Der Wunsch einer Neubürgerin aus dem Ortsteil Hastenbeck ist an den Nahverkehr gerichtet. Sichtlich zufrieden ist sie mit der Frequenz und dem werktäglichen Zeittakt des Busnetzes. Sonntags und in den Abendstunden fühlt sie sich aber nicht flexibel genug. Zurzeit noch mobil, könnte sie sich vorstellen, auf Dauer mit einem Senioren-Ticket regelmäßiger mit den Bussen zu fahren. Diese Einrichtung aus anderen Orten fehlt ihr in Hameln. Auch die gültigen Fahrpreise findet sie zu hoch. Der Fahrpreis für zwei Personen und mit einer 4-er Karte beträgt 6,80 Euro. Bei diesen Preisen überlegt man sich eine Öffi-Fahrt in die Stadt. Ein Ehepaar aus Tündern ist mit der Erreichbarkeit sehr zufrieden. Sorgen bereitet die fehlende Sauberkeit. Sie appellieren an die Bevölkerung, mit den Einrichtungen der Stadt sorgfältig umzugehen, damit Touristen und Bewohner gerne die Innenstadt besuchen.

Die Parkplätze an Steigerturm und Herrmannstraße sind preisgünstig und die Einstellbuchten breit genug, um ein bequemes Aus- und Einsteigen zu ermöglichen. Die Buchten in Stadtgalerie und Parkhäusern sind den diskutierenden Senioren zu eng. Gewünscht werden ähnlich den Mütter/Kind-Buchten auch Seniorenparkplätze. Im Rondell sei leider nur der volle Einstundentakt möglich, ein kurztaktiges preiswerteres Parken fehle. Eine sichere Regelung für veranstaltungsnahes Parken am Rathausplatz sei zu finden. Diese „mal ja – mal nein“-Parklösung führe zu all-gemeiner Unzufriedenheit und Verärgerung. Möglicherweise sollte der früher praktizierte P+R-Verkehr von Stadtrand-Parkflächen wieder eingeführt werden.

Mit dem demografischen Wandel der Bevölkerung muss sich auch der Einzelhandel in der Innenstadt beschäftigen. Die Kunden werden älter, ihr Konsumverhalten ändert sich, die Sortimente bleiben vielfach gleich. Mehr Information und Kreativität wünschen sich die Senioren von Hausbesitzern, um Leerstände neu zu besetzen und auf solche Herausforderungen individuelle Antworten zu finden. Auch der Seniorenrat wird sich mit dem generationsnahen Einkaufen beschäftigen. In den nächsten Monaten werden diese Mittwoch-Sprechstunden beibehalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:

www.seniorenrat-hameln.de



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