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Beiratsziele für 2007: Preisgünstiges Wohnungsangebot für Ältere ermitteln / Boulebahn attraktiver machen / Kein Mehrgenerationenhaus

Senioren wollen in der "Alten Polizei" mehr Platz ganz für sich

Stadthagen (dil). Es fehle an preisgünstigen Seniorenwohnungen, meint der Seniorenbeirat der Kreisstadt. Betreutes Wohnen sei für viele zu teuer, aber die Annehmlichkeiten der Innenstadt wollten sie nicht missen. Der Seniorenbeirat hat sich als Aufgabe für 2007 vorgenommen, das Wohnungsangebot für Senioren näher unter die Lupe zu nehmen - inklusive Kosten.

veröffentlicht am 30.01.2007 um 00:00 Uhr

Das Arbeitsprogramm für das neue Jahr hat im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats gestanden. Verbessern will das Gremium das Raumangebot im Kommunikationszentrum "Alte Polizei". Dem demografischen Wandel folgend, ist dort der Andrang älterer Menschen in den vergangenen Jahren größer geworden - und damit auch deren Selbstbewusstsein. Ein eigener, größerer Raum - vor allem am Dienstag - wird gewünscht. Das Teilen mit Jüngeren gefällt nicht. Unordnung und Kaugummireste nerven die Senioren besonders. Ansonsten wird aber die Betreuung durch die Leitung der "Alten Polizei" sehr gelobt. Sozialamtsleiter Edwin Schmidt empfahl, das Gespräch mit dem "Apo"-Leitungspersonal und Bürgermeister Bernd Hellmann zu suchen. "Wir haben schon zehnmal versucht, größere oder eigene Räume zu bekommen. Ohne Erfolg", sagte Vorsitzender Karl-Heinz Hansing. Dessen Vorgänger Günter Drieschner nannte dafür folgenden Grund: "Wir sind nicht Mitglied im Komm-Verein, sollten es aber auch nicht werden. Ursprünglich haben wir ja sogar eine eigene Seniorenbegegnungsstätte haben wollen, aber das ging aus finanziellen Gründen nicht. Wir müssen noch mal mit den Ratsfraktionen sprechen. Unser Problem wird ja immer größer." Das von Bundesministerin Ursula von der Leyen angeregte Mehrgenerationenhaus für jeden Landkreis als Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe lehnte der Seniorenbeirat ab. Es gebe nur einen Startzuschuss von maximal 40 000 Euro, und wer trage dann die Folgekosten? Außerdem glaubt der Beirat nicht, dass die Seniorentreffbesucher noch kleine Kinder betreuen wollen. Von einem Treffen des Schaumburger Bündnisses für ein Mehrgenerationenhaus zeigt sich ein Beiratsmitglied enttäuscht. An Seniorenbelangen habe dort kaum Interesse geherrscht. Dass die vom Seniorenbeirat errichtete Boulebahn kaum genutzt wird, soll geändert werden. Durch feste Bouletermine mit fachkundiger Anleitung sowie eine seniorengerechte Sitzecke will der Beirat für mehr Attraktivität sorgen. Doch es fehlt eine Toilette. Der Seniorenbeirat will sich außerdem dafür einsetzen, dass das Rathaus eine automatisch öffnende Eingangstür bekommt, damit auch Rollstuhlfahrer leichter hineinkönnen.



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