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Vorbild: Niedernwöhrener Projekt / Förderverein und Fahrer nötig / Landkreis muss helfen

Senioren wollen Anrufbus für Rodenberg

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Wenn es nach dem Willen der Seniorenvertretung in der Samtgemeinde Rodenberg geht, wird es auch dort künftig eine Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln geben. Der Seniorenbeirat plant, einen Anrufbus zu installieren.

veröffentlicht am 22.02.2007 um 00:00 Uhr

Zurzeit wartet der Seniorenbeirat noch auf die erste Sitzung des Samtgemeiderates, denn mit der neuen Ratsperiode muss sich auch der Seniorenbeirat neu konstituieren, wie der bisherige Vorsitzende Horst Müller erklärte. Dies müsse vom Samtgemeinderat bestätigt werden. Mit der Idee, in der Samtgemeinde einen Anrufbus zu installieren, trägt sich das Gremium aber bereits länger. Zur Umsetzung sei die Hilfe des Landkreises nötig. Die zweite Hürde bestehe darin, rund 25 Ehrenamtliche zu finden, die sich als Fahrer zur Verfügung stellen. Rund zehn Personen habe der Seniorenbeirat bereits gefunden, die einen Anrufbus lenken würden. Die Einrichtung soll eine Möglichkeit für alle Menschen in der Samtgemeinde sein, preisgünstig nach Rodenberg oder Lauenau zu kommen um am kulturellen Leben teilzunehmen sowie Sportangebote und Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Organisatorisch soll der Anrufbus durch einen Förderverein und die ehrenamtlichen Fahrer aufgebaut werden. Der Fahrpreis soll so gering wie möglich gehalten werden. Wie Müller mitteilt, sei das Vorbild der Anrufbus in Niedernwöhren, nicht Bad Nenndorf mit einer festen Route und festen Fahrzeiten. Der Bus komme bei Bedarf und soll von 7.30 bis 18 Uhr erreichbar sein. In der Samtgemeinde müsse dann "eine Person sitzen, die das Ganze steuert", so Müller. Als Beispiel für einen Transport nennt er einen älteren Menschen, der in Feggendorf wohnt und zum Arzt muss, wegen der fehlenden öffentlichen Verbindungen aber auf eine Alternative angewiesen ist. Die Arbeit des Beirates ist auch in einem Flyer zusammengefasst, der in der Verwaltung in Rodenberg ausliegt. Wer sich für die Seniorenarbeit interessiert oder an den Projekten mitarbeiten will, kann auch beim nächsten Seniorentreff am Freitag, 2. März, von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im "Backhaus Aktiv" in Rodenberg teilnehmen. Eingeladen ist zu diesem Termin ein Experte, der Fragen und Antworten zum Thema "Patientenverfügung" geben wird. Die Termine des Senioren-Treffs sind unverbindlich und kostenlos, jeder der sich als Senior oder Seniorin fühlt (auch unter 60), ist willkommen.

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