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Das 20. Jahreskonzert beweist eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung / Kursaal ist beim Jahreskonzert prall gefüllt

"Sempre avanti!" passt zum Krainhäger Blasorchester

Bad Eilsen (sig). Die Musiker des Krainhäger Blasorchesters haben bei ihrem 20. Jahreskonzert ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen dafür, dass es mit dem Vorzeigeensemble des TSV nicht nur musikalisch weiter bergauf geht, sondern dass es viele neue Gesichter in seinen Reihen gibt. Das ebenfalls mitwirkende und stark besetzte Jugendorchester beweist zudem, dass sich niemand Sorgen um den Fortbestand dieser Gemeinschaft machen muss.

veröffentlicht am 20.11.2007 um 00:00 Uhr

Mal Dirigent, mal Seeräuber: Lothar Hitzek und die Musiker des B

Kaum jemand konnte sich des Eindrucks erwehren, dass alles zusammenpasst, was zum Orchester und zu seinem Umfeld gehört. Der disziplinierte und trotzdem zu Späßen aufgelegte Dirigent Lothar Hitzek bekommt den Krainhäger Musikanten gut. Er beflügelt sie zu Leistungen, die sich hören und sehen lassen. Frank Konczak, der Leiter der Musiksparte, pflegt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Herbert Schwiegk ist ein glänzender Moderator. Und der Fördervereinsvorsitzende Oswald Pauly sorgt dafür, dass es die notwendige (zusätzliche) finanzielle Rückendeckung gibt. Mit dem Militärmarsch "Gruß an Kiel" aus dem Jahre 1846 wurde flott und zügig gestartet. Ein Medley aus Westernmelodien schmeichelte den Ohren. Eine ungewöhnliche Mischung ist die Komposition "Choral and Rock-Out". Da erhält ein zunächst getragen beginnendes Thema im zweiten Teil rockige Elemente. Nicht schwarz vor Augen wurde den Zuhörern bei der Titelmelodie aus der Krimiserie "Miss Marple", aber manche konnten sich noch gut erinnern, dass die alte Dame im Schwarz-Weiß-Fernsehen auf Verbrecherjagd ging. Es wäre ungewöhnlich, spielte ein Blasorchester keine böhmischen Polkas. Bei diesem Potpourri trat Sven Lüersen an das Dirigentenpult und sorgte dafür, dass mit dem Evergreen "Rosamunde" die Stimmung weiter anstieg. Mit heißen Salsa-Rhythmen und dem "Gruß an die Heimat" ging es in die Pause. Gleich danach hieß es "Sempre avanti!", was so viel wie "immer vorwärts" bedeutet. Anschließend stellte sich das von Sven Lüersen geleitete Nachwuchsorchester mit drei anspruchsvollen Stücken vor. Ein Dirigent mit Krummsäbel, Dreispitz, Pistole und nackten Füßen das hatten die Konzertbesucher sicherlich noch nicht erlebt. Um ihn herum lauter Frauen und Männer mit schwarzen Kopftüchern und Augenklappen da konnte doch nur der "Fluch der Karibik" anstehen. Das war ein rhythmisch mitreißender Übergang zu unvergesslichen Melodien von Udo Jürgens wie "Aber bitte mit Sahne" und "Griechischer Wein". Als Geburtstagsgruß für zwei Konzerteilnehmer folgte der Sommerhit "Ein Stern, der deinen Namen trägt". Ein ebenso gelungener Schlussakkord des offiziellen Teils war der "Fliegermarsch".

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