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Ortsrat Meinsen-Warber tagt / Ortsbürgermeister: Ganz wunderbares Thema

Seltenes Ereignis: Tagesordnung zweimal von der Realität überholt

Meinsen / Warber (bus). Die Tagesordnung des im "Alten Krug" tagenden Ortsrates Meinsen-Warber ist von der Realität überholt worden. Zwei Vorhaben, über die die Lokalpolitiker per Sachstandsbericht informiert werden wollten, waren zum Zeitpunkt der Zusammenkunft bereits "Schnee von gestern". So konnte Rudi Beier Punkt 4, Fußwegverbindung "Zwischen den Wegen / L 450", als "ganz wunderbares Thema" ankündigen. Der Ortsbürgermeister: "Hat sich erledigt." Was auch auf den achten Punkt der Themenliste zutraf. Die "Öffnung des Kriegerweges für Anlieger" war ebenfalls vor Sitzungsbeginn vollzogen worden.

veröffentlicht am 04.09.2007 um 00:00 Uhr

Die vom Neubaugebiet "Zwischen den Wegen" Richtung Aue führende

Es kommt relativ selten vor, dass dieübergeordneten Stellen den Anregungen von Lokalpolitikern vorauseilen. Gewöhnlich nimmt das Spiel, mitunter jahrzehntelang, einen entgegengesetzten Verlauf: Die Ortsräte stellen Forderungen worauf die städtischen Vertreter zunächst verständnisvoll mit dem Kopf nicken, sodann mit vielen Wortenwenig ausdrücken und schließlich - mit bedauernder Miene und dem Verweis auf "knappe Kassen" - auf die Hintanstellung des jeweiligen Projekts pochen. Die schmaleöffentliche Finanzdecke war auch im Zusammenhang mit der Fußwegverbindung reichlich strapaziert worden. Beier hatte in einer zurückliegenden Sitzung auf Geld hingewiesen, das bereits im Etat 2005 vorhanden, aber "in Warber nicht angekommen" war. Dass der Weg vom Neubaugebiet Richtung Aue in der jetzigen Form entsteht, ist dem kniffligen Förderwesen und einer Überplanung des Bauamtes zu verdanken. Schön für die Doppelgemeinde: Die nun realisierte Lösung reicht weiter als die zunächst vom Ortsrat geforderte Variante. Baubereichsleiter Karlheinz Soppe gab als Fertigstellungstermin den Oktober dieses Jahres bekannt. An der im Sitzungsvorfeld vollzogenen Erledigung des achten Tagesordnungspunktes hatte Beier selbst erheblichen Anteil. Der Kriegerweg war im Anschluss an den Ausbau vor drei Jahren offiziell lediglich für landwirtschaftliche Fahrzeuge freigegeben worden. Was - mit einiger Verzögerung - den Unwillen der Bewohner des Ortsteils "Meinser Kämpen" hervorgerufen hatte. Die Situation an der 1250 Meter langen Verbindung stellte sich unterdessen ein wenig verzwickt dar, weil die Ausschilderung lediglichan einem Ende des Weges auf die Einschränkung hinwies. Gleichwie fühlten sich die "Kämper" benachteiligt und starteten eine von allen Anliegern getragene Unterschriftenaktion, die der Ortsbürgermeister als Anlass für eine Rücksprache mit dem Ordnungsamt nahm. Beier: "Und siehe da, die Schilder sind weg." Die Neuregelung stieß lediglich bei Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn auf wenig Gegenliebe. Die Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen bezeichnete die Änderung als "schlimm", die Strecke sei "ein Super-Radweg" gewesen. Der Rest der Ortsratsmitglieder plädierte für eine intensive Kontrolle der Nutzer. Landwirte hätten beobachtet, dass der Weg zu 80 Prozent von auswärtigen Kraftfahrzeugen befahren werde, die zum Bootsanleger am Mittellandkanal oder zum Forsthaus Meinser Kämpen unterwegs seien. Wegen der Forsthausbesucher wollen die Politiker ein Gespräch mit Revierförster Sören Peters führen.



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