weather-image
Heute Englisch auf dem Programm

Sekundarstufe I: Erstmals zentrale Abschlussarbeiten

Stadthagen (sk). Erstmals werden in diesen Tagen an den Haupt- und Real- sowie an den Gesamtschulen in Niedersachsen zentrale Abschlussarbeiten in der Sekundarstufe I geschrieben. Mathematik und Deutsch sind bereits absolviert. Heute steht als drittes Prüfungsfach Englisch auf dem Programm. "Die Mathearbeit war nicht ohne", findet IGS-Schulleiter Richard Wilmers.

veröffentlicht am 08.06.2007 um 00:00 Uhr

Abschlussarbeiten in den drei Hauptfächern sind in der Sekundarstufe I seit Jahren üblich. Jetzt allerdings entwickeln Fachberater im Kultusministerium die Arbeiten einheitlich für alle Schulen. Außerdem "wiegen" die Arbeiten mehr. Zählten die Abschlussarbeiten bislang doppelt gegenüber den übrigen fünf oder sechs Klassenarbeiten im Halbjahr, beeinflussen die Abschlusstests die Abschlussnote eines Hauptfaches nun zu einem Drittel. Entsprechend aufgeregt waren die Schüler. Den Mathematikarbeiten - zweieinhalb Stunden standen den Schülern zur Verfügung - bescheinigte Richard Wilmers ein hohes Niveau, mit dem die Schüler unterschiedlich klar gekommen seien. Den 150-Minuten-Test bewertete IGS-Schüler Maximilian Tiedemann (16) als ausgewogen. Auch die Zeit habe ihm gereicht. Das meinte auch Klassenkamerad Daniel Butzke (16), der in Mathematik den Grundkurs besucht und eine Arbeit mit geringerem Schwierigkeitsgrad bewältigt hatte. Dennoch: Wilmers fand gerade die Arbeiten für Grundkursler "eventuell zu schwer". Keine Probleme mit den Zahlen und Aufgabenstellungen hatte Realschüler Phillipp Goßler (17). Die Abschlussarbeit sei leichter gewesen als eine Arbeit seines Mathelehrers Meinhard Tarik. Anna-Lena Schulze-Evert (16) von der IGS fand zwar, dass die Arbeit "gut zu schaffen" war, kritisierte jedoch die Komplexität der Aufgaben. Im Fach Deutsch standen den Schülern zur Bearbeitung ein literarischer und ein Sachtext zur Wahl. In der Realschule wählte die komplette Klasse 10g eine Abhandlung zum Thema "Betriebspraktikum". Heinrich Bölls Kurzgeschichte "An der Brücke" hatte keine Chance. Die befragten IGS-Schüler fühlten sich dem Thema "Piercings undTattoos" näher als Dürrenmatts Deutschunterricht-Dauerbrenner "Der Richter und sein Henker". Aus Sicht der Schulleiter ergibt sich ein differenziertes Bild der zentralen Abschlussarbeit. Einen "ziemlichen Verwaltungsaufwand" sieht Rotraud Becker, Leiterin der Haupt- und Realschule Am Schlosspark, in den Arbeiten. Jeweils am Tag vor der Prüfung mussten die bis dato unbekannten Aufgabenstellung aus dem Internet heruntergeladen und für alle Schüler kopiert werden. Allein durch die Aufgabenalternativen ergab dies jede Menge Papierseiten. Die möglich werdende "Vergleichbarkeit" zwischen den Schulen sieht Becker als Vorteil der zentralen Abschlussarbeiten. Abseits von Für und Wider sieht Wilmers das Gegebene: "Es wird angeordnet - und wir müssen es."



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt