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Bund für Umwelt und Naturschutz bestätigt Vorstand im Amt / Dank an Niemeyer und Sagawe

Seit 25 Jahren gibt es die Kreisgruppe

Hameln (git). Die Fakten in der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Hameln-Pyrmont vom Bund für Umwelt und Naturschutz sprachen für sich: gesunder Kassenbestand (Überschuss 3500 Euro), gestiegene Mitgliederzahlen (24 neue Mitglieder), motivierter Vorstand und ein Weiterführen der zahlreichen Projekte. Nur kurz legte Ralf Hermes den „Staffel-Stab“ des Führungspostens für die Regularien der turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen aus der Hand. Mit festem Schritt und einem Lächeln auf den Lippen kehrte er zurück. Ja, er wird weitermachen! Aber der BUND-Frontmann hatte zuvor keinen Zweifel darüber gelassen, dass er ernsthaft überlegt hat, ob 20 Jahre im Amt eines so aufreibenden und kräftezehrenden Postens nicht genug seien? Mit 22 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zollten die Stimmberechtigten ihrem „ewig Meckernden über unbequeme Wahrheiten“, dass sie hinter ihm stehen.

veröffentlicht am 07.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:41 Uhr

„Aber es soll sich in der Vorstandsarbeit in Zukunft etwas ändern“, räumte Hermes ein. Persönlich wolle er nun kürzertreten. „Um qualitativ langfristige und gute Arbeit leisten zu können, wollen wir die Arbeit anders verteilen.“ En bloc wählte die Versammlung Friedrich Niemeyer und Christian Weidner wieder zu gleichberechtigten Stellvertretern. Das Amt des Schatzmeisters wird Reinhard Pigors weiterführen. Die AG Klimaschutz betreut Thomas Hülsen. Für die AG Stadtentwicklung setzt sich in Zukunft Andrea Brenker-Pegesa ein.

Seit 25 Jahren gibt es mittlerweile die Kreisgruppe Hameln-Pyrmont im BUND. Für Jubiläumsfeierlichkeiten wollten die Umweltschützer, laut Ralf Hermes weder Zeit noch Kraft opfern. Zu aktionsreich sei das letzte Jahr mit Fahrradklimakonferenz, politischen Themen wie der Landratswahl und Zeitzeugengesprächen (25 Jahre nach Tschernobyl) gewesen.

Dennoch, rund 15 Minuten von der Jahreshauptversammlung waren dem ersten Vorsitzenden dann doch ein kleiner Rückblick auf die vielen Jahre der Umweltschutzarbeit vor Ort wert. BUND-Ehrennadeln wurden verdienten Mitgliedern, wie Rainer Sagawe (ehemals AG Klimaschutz), überreicht. Im Besitz der Ehrennadel ist nun auch Gründungsmitglied Friedrich Niemeyer. „Grundgedanke der Kreisgruppe war, praktische Arbeit und Hilfe für den Naturschutz vor Ort zu leisten“, erinnerte sich Niemeyer. „Das Thema Atomkraft lief damals parallel.“

Niemeyer erinnerte daran, dass heimische Firmen das Mobiliar spendeten für das Büro der Kreisgruppe am Berliner Platz. „Damals mussten Politik und BUND den Umgang miteinander erst lernen.“ „Eines der ersten Schwerpunkte der jungen Kreisgruppe war das Thema Verinselung“. „Dazu haben wir Pionierarbeit geleistet“. Heute sei es Realität, das durch gezielte Pflanzungen von Feldhecken, (Benjeshecken) den „Großfeldern“ der Bauern entgegengewirkt werde. Günther Bauermeister vom BUND-Landesverband war bei der Gründung der Kreisgruppe ebenfalls zugegen. Er erinnerte sich lebhaft an die Zeit, als sich das Thema Umweltschutz in den Köpfen der Hamelner manifestierte. Die Kreisgruppe Hameln-Pyrmont sei eine der wichtigsten Kreisgruppen, lobte Bauermeister. Es gebe viele gut funktionierende Daueraktivitäten. „Herzstück für unsere florierende Umweltarbeit ist das Netzwerk, die praktische Arbeit und eine effiziente Öffentlichkeitsarbeit“, bilanzierte Hermes auch mit Blick auf die Homepage der Kreisgruppe. Die er nicht selten eigenhändig am späten Abend noch aktuell bestückt. Unter dem Dach der Kreisgruppe engagieren sich 365 Mitglieder. Demnächst wird die Kreisgruppe auch über eine eigene Satzung verfügen. Diese ermöglicht dann eine eigene Kassenabwicklung.



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