weather-image
×

Jahreshauptversammlung der Kleingärtner vom Bezirksverband Hameln

Seit 200 Jahren gibt es Laubenpieper

Hameln. Zur Jahreshauptversammlung des Bezirksverbandes der Kleingärtner Hameln konnte der 2. Vorsitzende Willi Pientok auch zahlreiche Gäste begrüßen. Der Einladung gefolgt waren der Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner, Hans-Jörg Kefeder, Bürgermeisterin Sylke Keil (CDU), Hans Wilhelm Güsgen (FDP), Ralf Wilde (SPD), Claudio Griese (CDU), Cord Petersilie (SPD), Klaus Lamprecht (Bündnis90\Die Grünen ) und Herr Meier vom Taubblindenheim Fischbeck, der auch die Tischdekoration geliefert hat.

veröffentlicht am 20.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:41 Uhr

Der Vorsitzende des Bezirksverbands, Wolfgang Schünemann, berichtete vom Highlight des Jahres 2013. Das war der Wettbewerb „Schönster Kleingarten“ unter dem Aspekt kleingärtnerischer Nutzung, der sehr zeit- und arbeitsintensiv war. Schünemann machte deutlich, in welch gutem Zustand die Kleingartenanlagen sind. Es wurden die Pachtverträge für zwei Anlagen nach vielen Gesprächen mit der Stadt Hameln, den Vorständen der Anlagen und den Verpächtern zur Zufriedenheit aller Beteiligten geändert oder erneuert.

Die Vorstandsmitglieder des BV haben im Jahr 2013 an Seminaren, Fachberatertreffen, Gesamtvorstandssitzungen und Vorträgen des Landesverbands teilgenommen, um die Kleingärtner über alle Änderungen und Neuigkeiten informieren zu können. Weiterhin wurden erweiterte Vorstandssitzungen abgehalten, um genau diese Informationen und Erneuerungen an die Vorstände der Kleingartenvereine weiterzugeben und sich über anstehende Probleme in den Vereinen auszutauschen.

Der KGV Ohrberg erhielt vom Bezirksverband eine Spende in Höhe von 750 Euro für den Bau einer Sanitäranlage. Der KGV Ohrberg hat seit 2009 einen gut funktionierenden Schulgarten, aber keine Toilette. Da dies ein unhaltbarer Zustand ist, gab es ausnahmsweise diese großzügige Spende.

Brunhild Kühl berichtete von der zum Bezirksverband gehörenden Fachberatung. Im Januar startete der Lehrgang zum Fachberater 2, der bis zur Prüfung im März dauerte. Es haben alle Teilnehmer bestanden. Dann gab es regelmäßig Vorträge für alle Gartenfreunde mit Filmen und Diskussionen zu verschiedenen Themen wie „Bienensterben“, „Bio – was ist das?“ und „Terra Preta“. Im Sommer wurden fünf Kleingartenanlagen besucht und im September begann der Lehrgang Wertermittlung. Er wurde Ende Oktober mit einer zweiteiligen Prüfung abgeschlossen.

Hamelns Bürgermeisterin Sylke Keil hob die Wichtigkeit der Ehrenämter für die Gemeinschaft hervor und lobte die dort geleistete Arbeit. Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland, allein in den größeren Städten, mehr als 500 000 Kleingärten gibt, kann man sich vorstellen, dass ohne Ehrenamt vieles gar nicht möglich wäre.

Im Anschluss hielt Ralf Wilde noch eine kurze Ansprache. Er bedankte sich bei Wolfgang Schünemann für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hameln und den Kleingartenvereinen. Er wünscht sich, dass diese weiter fortgesetzt werde. Der Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner, Hans-Jörg Kefeder, gab bekannt, dass er im nächsten Jahr bei den Wahlen des Landesverbandes nicht mehr als Präsident zur Verfügung stehe. Nach 28 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für die Kleingärtner müsse auch mal Schluss sein. Dann sprach er über die neue Landesregierung, die auch weiterhin die Unterstützung und Förderung zugesagt habe. Natürlich sei es in der Praxis sehr schwierig, dieses auch umzusetzen, das heißt, von der Politik Gelder zu bekommen. Dabei sei die Förderung durch Schulungen und Seminare sehr wichtig, um Vereine gut und richtig leiten zu können. Auch in diesem Jahr wird es ein Seminar vom Landesverband geben.

2014 wird das Kleingartenwesen 200 Jahre alt, dazu wird in Kappeln an der Schley eine Feier organisiert. Europaweit gibt es über drei Millionen Kleingärtner. „Ich weiß, das Ehrenamt ist kein leichtes Amt, man muss Zeit und Leistung einbringen. Immer weniger Bürger wollen dieses Amt übernehmen, aber ohne die vielen Engagierten wäre vieles in unserer Gemeinschaft überhaupt nicht möglich“, so Kefeder.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt