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Arbeitsgemeinschaft der Gästeführerinnen Weserbergland vergab jetzt Zertifikate für bestandene Ausbildung

Seit 20 Jahren führen sie Gäste durch Dörfer und Natur

Ottenstein. Das 20-jährige Bestehen der Arbeits-

veröffentlicht am 01.06.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

gemeinschaft der Gästeführerinnen im Weserbergland und das zehnjährige Bestehen vom Landsommer wurde mit der Zertifikatsübergabe an die

neuen Kolleginnen in Ottenstein gefeiert. Zwölf Damen

hatten einen gemeinsamen Rundgang durch Ottenstein vorbereitet. Über Sandstein, Fachwerk und Besonderheiten in Ottenstein berichteten sie den anderen Gästeführerinnen. Damit gaben sie den Gästen einen Einblick in ihre Arbeit und ihr umfangreiches Wissen. Einige Damen traten in Kostümen auf. Eine Nachtwächterin begleitete die Gruppe. Die Glückel von Hameln wartete auf die Post-

kutsche. Anna von Bismarck aus Oldendorf unter der Schaumburg erzählte von der Beerdigung des Drosts von Ottenstein und Doris Müller berichtete von ihren Erleb-

nissen als Bäuerin. Etwa 60 Gäste, darunter auch geladene Ehrengäste, folgten der zweistündigen Führung durch Ottenstein.

Im Jahre 1991 bildete die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) erstmals Gästeführerinnen in Hameln aus. Am Ende des Kurses gab es 15 Gästeführerinnen aber für sie noch keine Arbeit. Doris Müller übernahm das Ruder und besuchte viele Touristinformationen und Hotels, um die Dienste der Kolleginnen anzubieten. Sie arbeitete immer eng mit verschiedenen Institutionen und der LEB zusammen, so konnte bald ein weiterer Kurs stattfinden. Doris Müller ist auch heute noch die Leitfigur der Arbeitsgemeinschaft, die sich aus 32 Frauen aus den Landkreisen Holzminden und Hameln zusammensetzt. Im Bus, per Rad oder zu Fuß begleiten sie die Gäste durch das Weserbergland. Zu einem weiteren Aufgabenfeld hat sich der Landsommer entwickelt. Die 91 Themenrouten werden in der gleichnamigen Broschüre vorgestelllt. Darin findet man Führungen im ländlichen Raum. Die Landsommer Touren werden auch gern bei Familienfeiern oder Klassentreffen gebucht.

In Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung wurde in den vergangenen sechs Monaten ein neuer Ausbildungskurs angeboten. Die neuen Gästeführerinnen lernten in 140 Unterrichtsstunden die Grundlagen der Gästeführung: Geschichte, Geologie, Land- und Forstwirtschaft, regionale Besonderheiten und vor allem auch Rhetorik und die Methodik von Führungen wurden unterrichtet. Der Kurs wurde mit einer Prüfung abgeschlossen. Jede Teilnehmerin organisierte einen Halbtagsausflug per Bus, der dann auch durchgeführt wurde. Alle sieben Kursteilnehmerinnen sind sehr engagiert und haben die Prüfung bestanden.

In einer Feierstunde in Ottenstein erhielten jetzt die folgende Damen ein Zertifikat als Gästeführerin: Susanne Gutsche aus Emmerthal, Stefanie Handschuhmacher aus Großenwieden, Kerstin Rodenberg aus Esperde, Susanne Walther und Magdalena Danger aus Aerzen, Ingrid Rinke und Marlott Michalke aus Hameln. Man darf also auf neue Anregungen und Routen im nächsten Jahr gespannt sein.



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