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IG Weser kooperiert mit Landwirten

"Sehr gut" fürs Trinkwasser aus Rintelns Brunnen

Rinteln (wm/uk). Das Trinkwasser aus Rintelner Brunnen ist von sehr guter Qualität. Die Nitratgrenzwerte werden deutlich unterschritten und die Kooperation mit den Landwirten in den Trinkwasserschutzgebieten hat sich bewährt - Ergebnis einer Tagung der IG Weser in Bad Pyrmont, ein Zusammenschluss von acht Wasserwerken, darunter Rinteln.

veröffentlicht am 04.06.2008 um 00:00 Uhr

Stadtwerkegeschäftsführer Jürgen Peterson, der selbst an der Tagung teilgenommen hat, betonte, das Gelände in der Wasserschutzzone 1 der Rintelner Wiesen mit den vier Brunnen gehöre bereits den Stadtwerken, Teilflächen bis zum Flugplatz, also in der Wasserschutzzone 2, der Stadt - hier werde extensiv, also mit Rücksicht auf das Grundwasser, gewirtschaftet. Die IG Weser fördert jährlich 12,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für etwa 275 000 Menschen in Rinteln, Bad Pyrmont, Hameln, Hess. Oldendorf, Schaumburg-Lippe, Aerzen und Salzhemmendorf. 355 Landwirte, für die Friedrich Hake aus Hameln und Heinrich Steege-Strüve aus Rinteln sprechen, wirtschaften in diesem Gebiet und sorgen damit für "konkurrierende Nutzungsansprüche". "Einerseits sollen Erträge auf den Feldern erwirtschaftet, anderseits aber auch das Grundwasser geschützt werden", schilderte Dieter Boldt von den geschäftsführenden Stadtwerken Bad Pyrmont. Das geschieht mit freiwilligen Vereinbarungen mit Landwirten, die zum Beispiel auf den Einsatz von Gülle verzichten, Grünland extensiv bewirtschaften und dafür eine finanzielle Förderung erhalten. "Ziel ist es, möglichst wenigStickstoff in den Boden einzutragen", so Dr. Hartmut Geries, der die Landwirte im Auftrag der IG Weser berät. Grundsätzlich wird die Verantwortung für den Trinkwasserschutz künftig stärker in der Region liegen als bisher und nicht mehr allein beim Land Niedersachsen. Die IG Weser gehört zu den ersten Kooperationspartner des neuen Finanzierungsmodells, die die Umsetzung der Trinkwasserschutzmaßnahmen mit den Landwirten in eigener Regie organisieren. Mit einem auf fünf Jahre abgeschlossenen Rahmenvertrag stellt das Land Niedersachsen der IG Weser 2,9 Millionen Euro für Maßnahmen des Wasserschutzes zur Verfügung. "Damit haben wir Budgetsicherheit", beschrieb Helmut Feldkötter von den Stadtwerken Schaumburg-Lippe den Vorteil des neuen Modells.

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