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"Pädagogisch wertvolles" Turnier um den Gotteshütte-Cup / Dankersen gewinnt

Sehr fairer Turnierverlauf, und doch muss ein Milchzahn dran glauben

Kleinenbremen (ly). Für einen Fußballer wird der erstmals ausgetragene Gotteshütte-Cup unvergesslich bleiben: Der Kicker bekam einen Ball ins Gesicht und musste zum Notarzt, wo ihm ein Zahn gezogen wurde. Glück im Unglück: Es war ein Milchzahn.

veröffentlicht am 06.12.2008 um 00:00 Uhr

Nur Gewinner: Nach dem Turnier stellen sich alle sieben Mannscha

So etwas kann passieren beim Fußball. Unfair waren die Begegnungen der sieben Teams von Kindern und Jugendlichen, darunter auch Mädchen, dennoch nicht. Im Gegenteil: Schiedsrichter Görhan Celek, mit neun Jahren ein rekordverdächtig junger Unparteiischer, musste in der Sporthalle der Gesamtschule Lerbeck kein einziges Mal zurroten Karte greifen und kaum Zeitstrafen verhängen. Die Siegerehrung und Übergabe des gestifteten Wanderpokals nahm Portas Bürgermeister Stephan Böhme vor, der das Turnier "pädagogisch wertvoll" nannte. Gewonnen hat die zweite Mannschaft des Jugendhauses Alte Schmiede Dankersen mit 16 Punkten und 16:1 Toren aus sechs Spielen. Auf Platz zwei folgte das Jugendhaus Geschwister Scholl I aus Minden (14 Punkte/18:3 Tore) vor Alte Schmiede I (13/20:5). Es gab nur Gruppenspiele jeder gegen jeden, kein Finale. Im direkten Aufeinandertreffen trennten sich Alte Schmiede II und Geschwister Scholl I torlos 0:0. Als gute Gastgeber erwiesen sich beide Mannschaften des Kleinenbremer Jugendhofes Gotteshütte, indem sie vor den Augen von Heimleiter Walter Dippel und Verwaltungschef Florian Staab anderen Teams den Vortritt ließen. Gotteshütte II belegte mit zwei Punkten und 3:8 Toren den vorletzten Rang, Gotteshütte I (1/3:28) den letzten. Das Jugendhaus Geschwister Scholl hatte ebenfalls zwei Mannschaften zum Turnier nach Lerbeck geschickt, die zweite landete auf Rang vier. Komplett machte das Teilnehmerfeld als Fünftplatzierter der CVJM Hille, dessen Spieler für ihr vorbildliches Verhalten auf dem Platz belohnt wurden: Sie gewannen den Fair-Play-Preis. Für die Kicker der Gotteshütte, wo es neuerdings eine Fußball-AG gibt, waren die Spiele um den eigenen Cup ihr zweiter Auftritt bei einem Turnier. Trainiert werden die Spieler von den Erziehern Henry Staats und Costa Makrogiannis. Regelmäßig richten heimische Jugendhäuser und Jugendhilfeeinrichtungen Turniere aus. In diesem Kreis will sich jetzt auch die Gotteshütte etablieren.



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