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Projektentwickler und Betreiber stellen Pläne vor / 82 Plätze, 50 Mitarbeiter / Nächste Woche Bauantrag

Seetor-Pflegeheim: Eröffnung im Herbst 2009

Rinteln (crs). Nachüber zehn Jahren Leerstand weicht die Rohbraken-Ruine am Seetor einem modernen Senioren-Pflegeheim. Am Dienstag haben Projektentwickler Walter Greve von der Hamelner "Kontur Bau Vision GmbH" sowie Kenneth Woods und David Seidler als künftige Betreiber ihre Unterschriften unter das gemeinsame Projekt gesetzt. Einen ehrgeizigen Zeitplan haben sie aufgestellt: Anfang kommender Woche wird der Bauantrag gestellt, im Oktober beginnen die Arbeiten - und genau ein Jahr später, im Herbst 2009, soll der zwischen sechs und sieben Millionen Euro teure Neubau eröffnet werden.

veröffentlicht am 26.06.2008 um 00:00 Uhr

Auf dem Rohbraken-Gelände am Seetor entsteht ein Pflegeheim mit

An der Ecke Klosterstraße/Josua-Stegmann-Wall entsteht auf dem Gelände des früheren Baumarkts und dem dahinterliegenden Grundstück ein dreigeschossiges Pflegeheim mit zusätzlichem Dachgeschoss und einer Nutzfläche von 4000 Quadratmetern. Als Fassade ist eine Mischkonstruktion aus rotem Klinker und hell verputzten Flächen vorgesehen, das Dach soll rot gedeckt werden. "Das Gebäude fügt sich in die umliegende Bebauung ganz ordentlich ein", sagt Rintelns Baudezernent Reinhold Koch. Das war der Stadt bei einem Projekt dieser Größenordnung sehr wichtig: Deshalb wurde bei einem externen Architekten eigens eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in die Planung eingeflossen sind. So wird der Neubau mit einer Maximaldachhöhe von 16,27 Metern die umliegenden Gebäude nicht wesentlich überragen - das benachbarte Rathaus wirkt als Flachdach-Bau mit einer Traufkante von 16 Metern deutlich massiver. Durch gestalterische Elemente wie die verschwungene Fassade zur Klosterstraße hin und die dreiteilige Bauweise mit transparenten Zwischenräumen in Richtung Wall passe das Pflegeheim gut ans Seetor, ist Koch mit der Planung zufrieden: "Die Stadt hat ihre Vorstellungen umgesetzt." Das bestätigt Kenneth Woods als künftiger Betreiber des Pflegeheims. "Es war nicht so ganz einfach", räumt er einen anfänglichen Interessenkonflikt zwischen interner Funktionalität und städtebaulichen Belangen ein. Doch auch er ist mit den modifizierten Plänen zufrieden: "Das ist jetzt sehr gut gelungen." Seidler und Woods bringen beide langjährige Erfahrung im Betrieb von Pflegeheimen mit. Woods betreibt unter anderem die Senioreneinrichtung "Florali" in Bad Nenndorf, außerdem Heime in Helmstedt und Braunschweig, Seidler ist in Hannover aktiv. Für den Betrieb des Rintelner Pflegeheims gründen sie eigens die "S&W Betreibergesellschaft für Sozialeinrichtungen" mit Sitz in Lindhorst. 82 Plätze für Senioren entstehen am Seetor, 70 Einzelzimmer und sechs Doppelzimmer; rund 50 Menschen werden hier Arbeit finden. "Rinteln verträgt ein Haus dieser Größe sehr gut", meint Woods. Die Konkurrenzsituation zu den Projekten Hopfenberg und Ostertor sieht er sehr gelassen: "Wir sind einfach ein Stück schneller." Am Seetor wollen Seidler und Woods ein modernes Wohngruppen-Konzept umsetzen: Jeweils 18 bis 20 Senioren leben in einer Gruppe zusammen, nehmen die Mahlzeiten gemeinsam in der Etagenküche ein. Vom Standort mitten in der Stadt, am Eingang zur Fußgängerzone sind die künftigen Betreiber begeistert: "Jeder Träger wünscht sich so einen Standort." Die Lage ermögliche eine gute Anbindung ans soziale Umfeld, die Aufrechterhaltung familiärer Kontakte, Angehörige könnten den Besuch mit Einkäufen oder kleinen Spaziergängen verbinden, stellt Woods Vorteile heraus: "Ruhe und Abgeschiedenheit auf der grünen Wiese sind nicht sehr vorteilhaft." Das Seniorenheim am Seetor will sich nach außen öffnen, "über das hinaus, was sonst üblich ist", sagt Woods, der Anreize schaffen will, dass die Leute ins Haus kommen. Diese Öffnung nach außen wollen die Planer schon in der Bauphase verwirklichen. Die Rintelner sollen zu Besichtigungen eingeladen werden, das Haus schon früh kennenlernen. "Durch viel Transparenz wollen wir auch Berührungsängste nehmen", sagt Woods. Und lädt die Rintelner ein: "Kommen Sie doch einfach mal rein!"



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