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Friedrich Aldag feiert 60. Berufsjubiläum / Verdienstmedaille der Anwaltskammer

Sechs Jahrzehnte Arbeit, Treue und Verbundenheit unter Beweis gestellt

Bückeburg (bus). Die -äußerst seltene - Verleihung der Verdienstmedaille der Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Celle hat den Höhepunkt eines Empfang dargestellt, in dessen Verlauf das 60. Berufsjubiläum von Friedrich Aldag gefeiert wurde. "Sie sind im Bezirk jetzt einer von lediglich drei Trägern dieser Auszeichnung", unterstrich Rechtsanwalt Heinrich Schraepler. Aldag erhielt die Medaille ausweislich des Urkundentextes "in Anerkennung der um die Belange des Anwaltsstandes erworbenen besonderen Verdienste".

veröffentlicht am 22.11.2007 um 00:00 Uhr

Heinrich Schrae pler (r.)überreicht Friedrich Aldag die Verdiens

Der Berufsjubilar habe sechs Jahrzehnte lang Arbeit, Treue und Verbundenheit unter Beweis gestellt, den Mandanten mit Rat und Hilfe zur Seite gestanden, stellte Schraepler heraus. Karsten Martens, heute Inhaber der Kanzlei, in der Aldag 1947 bei Dr. Friedrich Böttcher seine Karriere begann, lobte seinen langjährigen Bürovorsteher als "typischen Selfmademan", der seinen Weg "mit viel Einsatz und geistiger Beweglichkeit" bewältigt habe. Martens edelstes Lob: "Viele unserer Mandanten halten sie für einen Notar." Dabei verfügt der im Juni 1920 in Knatensen, Kreis Bückeburg, geborene "Yuppie" als eigentliche berufliche Qualifikation lediglich über eine im Landeskirchenamt absolvierte Ausbildung zum Verwaltungsangestellten. "Bei Dr. Böttcher habe ich mich beworben, weil jemand mit Schreibmaschine- und Stenografiekenntnissen gesucht wurde", schilderte Aldag seinen Einstieg in "60 Jahre Dienst am Recht" (Martens). Er habe aber stets die Ohren aufgesperrt, um Neues dazuzulernen, kluge Bücher und alte Akten gewälzt sowie Fortbildungslehrgänge besucht. Aldags Fazit: "Wenn man sich dahinterklemmt, kann man einiges erreichen." Karlheinz Soppe machte als Vertreter der Stadt auf das umfangreiche ehrenamtliche Engagement des 87-Jährigen aufmerksam. Aldag habe sich nicht nur in der Rechtspflege, sondern auch als Vorsitzender der Behinderten-Sportgemeinschaft, der Arbeitsgemeinschaft Bückeburger Sportvereine und als sachkundiger Bürger im Bauausschuss des Stadtrates vielfache Verdienste erworben. In der Kanzlei existieren keine gerichtsfesten Unterlagenüber den genauen Beginn der Übernahme des Bürovorsteherpostens durch den Jubilar. Martens meinte: "Vor ewigen Zeiten, wohl in der Mitte der 1950er Jahre." Ebenso unbestimmt ist das Ende der beruflichen Karriere Aldags. "Ich fühle mich hier, besonders auch wegen der guten Mannschaft, sehr wohl",gab der Selfmademan auf eine entsprechende Nachfrage zu verstehen. Was bedeutet, dass der Jubilar Mandanten und Mitarbeitern weiterhin zwei Tage pro Woche mit Rat und Tat zur Seite stehen und in diesen Tagen sein siebtes Arbeitsjahrzehnt in Angriff nehmen wird. Dazu passte ein vom Männergesangsverein vorgetragenes und als Motto für den weiteren Lebensweg gedachtes Lied: "Lebe, liebe, lache."



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