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Betreiber aus NRW und Niedersachsen unterzeichnen Kooperation

Sechs Industriehäfen wollen ein "Hafenband" schmieden

Minden/Bückeburg (bus). Sechs längs des Mittellandkanals postierte Industriehäfen wollen gemeinsam ein "Hafenband" schmieden. Das sieht eine Kooperationsvereinbarung vor, die die Betreiber im Kreishaus Minden-Lübbecke unterzeichnet haben. Minden-Lübbeckes Landrat Dr. Ralf Niermann bezeichnete das Vorhaben als "richtungweisendes Projekt interkommunaler Entwicklung". Interessant aus Schaumburger Sicht: Mit dem Bückeburger Port Berenbusch befindet sich ein niedersächsischer Partner im nordrhein-westfälisch dominierten Boot.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

Reiner Brombach (vorne, zweiter von links) setzt seine Unterschr

Die Zusammenarbeit reicht von Preußisch Oldendorf und Lübbecke im Westen über Espelkamp und Hille bis Minden und Berenbusch im Osten. Die Eigner wollen als "Hafenband am Mittellandkanal", so die offizielle Bezeichnung, gemeinsam an einem Strang ziehen und einen zentralen Ansprechpartner schaffen. "Damit stärken wir die gesamte Region, entlasten die Straßen, indem wir Güterverkehr vom Lastkraftwagen aufs Schiff verlagern, und schonen die Umwelt", unterstrich Niermann. Dasüber die Landesgrenze hinwegreichende Zusammenwirken wird in Hannover und Düsseldorf gleichermaßen wohlwollend betrachtet. Bückeburg taucht in dem im Februar dieses Jahres vorgestellten Hafenkonzept NRW auf; das im März 2007 veröffentlichte niedersächsische Hafenkonzept reicht bis Minden. Mit der besseren Vernetzung soll eine weitere Spezialisierung einhergehen, die Region als Logistikstandort gefördert und dem erhöhten Frachtaufkommen Rechnung getragen werden - bis auf Preußisch Oldendorf bilanzieren alle Häfen in den zurückliegenden Jahren erhebliche Zuwächse. Als belangreichstes Umschlagsschwergewicht gilt indes deröstlich der Weserstadt projektierte Containerhafen "Regio-Port Weser". Hans Jürgen Hansch, Geschäftsführer der hier federführend engagierten Mindener Hafen GmbH, betonte während der Unterzeichnung, dass "Minden niemanden schlucken" wolle. "Wir wollen in der Summe alle profitieren", hob Hanschhervor. "Jeder Hafen erwartet einen Aufschwung", ergänzte Reiner Brombach, der als Bückeburger Bürgermeister seine Unterschrift unter den Kontrakt setzte. Das Papier nennt als konkrete Umsetzungsschritte die Erstellung eines Beitrages im Rahmen des Logistik-Wettbewerbs für die EFRE-Förderung (EU-Förderung für die regionale Entwicklung), die Ausgestaltung eines gemeinsamen Auftritts nach außen (Messeaktivitäten, Internetauftritt), die Schaffung von EDV-basierten Lösungen für besseren Informationsaustausch und die Etablierung eines regionalen Ansprechpartners. "Es gilt, die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft zu ermitteln und herauszustellen, welche Vorteile der Wasserweg den Unternehmen bieten kann", erläuterte Niermann.



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