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Stadthagen landet 39:26-Auswärtssieg bei der HSG Schaumburg Nord / 22:25-Pleite für Obernkirchen II

Sebastian Gallusüberragt beim Derbysieg des VfL

Handball (hga/mic). Die HSG Schaumburg Nord hat in der Landesliga im Derby gegen den VfL Stadthagen eine herbe 26:39-Heimniederlage kassiert.

veröffentlicht am 09.10.2006 um 00:00 Uhr

Felix Lattwesen (r.) behauptet sich gegen denüberragenden Stadth

Springe II - Bad Nenndorf II 32:26 (16:9). Der VfL Bad Nenndorf II ist mit einer Niederlage im Gepäck vom Auswärtsspiel bei den HF Springe II in der Landesliga zurückgekehrt. 26:32 unterlag die VfL-Reserve. "Wenn wir durchgehend aggressiver gespielt hätten, hätten sie mit uns mehr Probleme gehabt", bilanzierte VfL-Coach Rainer Hinze. Bis zum 4:5 verlief die Partie ausgeglichen, dann folgten zehn Minuten, in denen das Spiel entschieden wurde. Auf 6:13 fiel der VfL zurück, Grund war eine zu hohe Passivität in der Abwehr. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zu Gunsten des VfL, ohne das sich am Abstand zu den Gastgebern etwas änderte. Allgemein aktiver, vor allem in der Abwehr aggressiver, stellte sich der VfL jetzt als anderer Gegner dar. Über 17:20 und 18:26 ging es dennoch zur deutlichen 26:32-Niederlage. Eine Woche vor dem Derby gegen die HSG Schaumburg Nord siedelt sich die VfL-Reserve zunächst in unteren Tabellenregionen an. VfL II: Bock 7, Schröder 6, Stille 4, Sieger 2, Gerdes 2, Bartels 2, Möller 1, Niermann 1, Steinert 1. Schaumburg Nord - VfL Stadthagen 26:39 (15:17). "Der VfL hat das souverän gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen", anerkannte HSG-Coach Michael Evers die Leistung der Gäste. "Wir haben ein überragendes Spiel gemacht, vor allem in der Abwehr", befand VfL-Coach Werner Eyßer. "In der Abwehr haben wir es nicht gebacken bekommen", analysierte Evers, "keine unserer Varianten war von Erfolg gekrönt." Für den VfL bedeutete der Auswärtssieg einen tollen Saisonstart mit 6:2-Punkten. Zudem hatte der VfL mit Sebastian Gallus den überragenden Spieler, Gallus erzielte zwölf Tore. Bis zum 6:6 (10.) war die Partie von Nervosität geprägt, dann setzte sich der VfL über 14:9 auf 16:12 ab. "Der Angriff war gar nicht so schlimm", meinte Evers. Aber die HSG-Deckung stand nicht, fand keine Mittel gegen den beweglichen und schnellen VfL-Angriff. Die Gäste blieben bei ihrem Spiel, konstant und sicher diktierte der VfL auch nach dem Seitenwechsel die Partie. Zwar verkürzte die HSG den Abstand auf 16:19, ehe die Mannschaft die Gäste über 18:24 auf 21:28 wegziehen lassen musste. Jetzt zeigte die HSG nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff eine schwache Leistung und wurde von den Gästen bestraft. Für die HSG brachte die Heimniederlage ein Abrutschen auf Platz acht mit sich, der VfL hingegen schob sich auf den dritten Tabellenplatz vor. HSG: Czerwinski 7, Lattwesen 4, Günzel 4, Hecht 2, Winkler 2, Menzel 2, Hinze 2, Brockmann 1, Windheim 1, Steinmeyer 1. VfL: Gallus 12, Franke 9, Lauterbach 5, Harting 5, Becker 5, Buhre 2, Fischer 1. Hameln II - Obernkirchen II 25:22 (13:9). Statt des erhofften Befreiungsschlages gab es für die Reserve des MTV Obernkirchen in der Rattenfängerstadt einen weiteren Rückschlag. Die Bergstädter kassierten im Duell der Aufsteiger eine 25:22-Niederlage. "2:6-Punkte sind kein Beinbruch! Wir haben jetzt vier Wochen Zeit uns auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Sicherlich hat die schwache Angriffsleistung heute den Ausschlag gegeben. Durch unnötige Ballverluste haben wir den Gegner immer wieder zu Tempogegenstößen eingeladen", brachte MTV-Trainer Herbert Rachow die Vorstellung seiner Mannschaft nach der ärgerlichen Niederlage einfach und treffend auf den Punkt. Dabei erwischten die MTV-Cracks einen Superstart und zogen schnell mit 4:0 in Front. Aus einer kompakten 6:0-Deckung setzte vor allem der treffsichere Carem Griese die Akzente. Doch die flinken und technisch versierten Weserstädter kämpften sich zum 4:4-Ausgleich heran. Jens-Peter Frevert und Jan Krüger hielten die Begegnung mit ihren Treffern zur 8:7-Führung offen. Anschließend drehte die junge VfL-Crew den Spieß um und zog zum 13:9-Halbzeitstand davon. Nach dem Seitenwechsel kam die Rachow-Truppe nochmals auf 13:12 und 15:13 heran. Der Hamelner Johannes Bauer wurde nach einem groben Foul (42.) an MTV-Torjäger Carem Griese vom Spiel ausgeschlossen. Trotz Überzahl fanden die Bergstädter kein geeignetes Mittel, um die VfL-Abwehr zu knacken. Im MTV-Rückraum blieb vieles Stückwerk. Hameln konterte zur 20:14 und 23:16-Vorentscheidung (54.). In der zerfahrenen Schlussphase erhielt Oliver Kroh (56.) noch die rote Karte. MTVO II: Griese 11, Dreier 1, Frevert 5, Janssen 3, Krüger 2.

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