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Ohne Geld für neue Spieler zögert Trainer Lotze vor dem Aufstieg in die Bezirksliga

SCM: Großer Fisch im kleinen Becken?

Bodenwerder. Quo vadis, SCM? Vor dieser richtungsweisenden Frage steht Bodenwerders Fußballverein im Sommer. Denn der derzeitige Tabellenführer der Kreisliga müsste als Meister in die Bezirksliga aufsteigen oder als Zweiter zumindest in die Relegation. Anpacken oder auf den Aufstieg verzichten und lieber im Kreis bleiben, anstatt sich oben „abschlachten“ zu lassen? Dies war die heiß diskutierte Frage bei der Hauptversammlung des 323 Mitglieder zählenden Vereins. Trainer Michael Lotze, dem vorher durch den Vorstand ein großes Lob für die gute Arbeit gezollt wurde, sieht die Sache nüchtern und realistisch. „Ohne spielerische Verstärkungen, die allerdings auch Bezirksniveau haben müssten, wäre ein Aufstieg ein Harakiri für die Mannschaft, die dann wegen Erfolglosigkeit sicher auch zerbrechen würde.“ Da der SCM laut Jugendwart Andreas Turrey auch nicht auf Verstärkungen aus der A-Jugend zurückgreifen könne, müssten Spieler „eingekauft werden“, die nicht gerade billig, sprich zu teuer, sind. Somit bliebe also ein Verzicht auf den Aufstieg und damit ein Verbleib in der Kreisliga, wie es auch einige Spieler schon fordern, der einzige Ausweg. Ansonsten verlief die Bilanz des letzten und des noch laufenden Jahres für den SCM sehr erfreulich. So hat der Traditionsverein sechs Nachwuchsmannschaften (mit Ausnahme der B-Junioren) im Spielbetrieb der JSG Bodenwerder/Kemnade/Rühle. „Aushängeschild“ sind hier die von Ali Omayrat trainierten E-Junioren, die als Hallenkreismeister, Fünfter im Bezirk sowie als derzeitiger Staffelerster eine überragende Saison hingelegt haben und dafür auch besonders geehrt wurden. „Wenn wir uns hier weiter engagieren, vor allem Trainer und Betreuer für den Nachwuchs finden, an denen es in allen Altersstufen mangelt, dann werden wir auch in Zukunft unsere helle Freude an den Junioren haben“, so Jugendobmann Andreas Turrey. Zwar musste der SCM seine Altherrenmannschaft abmelden, aber die verbleibende 2. Herren, die ab und zu Spieler an die erste Mannschaft abstellt, sowie die Ü 40 schlagen sich im Punktspielbetrieb wacker. „Wir sind zwar zur Zeit eine Ü 50, kriegen ab und an auch einen auf die Mütze, doch die Stimmung ist noch bestens“, so Berichterstatter Bernd Lange. Da die Zahl der zu ehrenden, langjährigen Mitglieder durch Abwesenheit glänzte, wird die Ehrung am 4. Mai nachgeholt. Zu Sportlern des Jahres (erstmals waren es zwei) wurden Dirk Weißig und Helmut Dienst gewählt und von Karin Genditzki und ihrem Stellvertreter Andreas Daus ausgezeichnet. Mannschaft des Jahres darf sich die 1. Herrenmannschaft nennen, die sich unter ihrem neuen Trainer zu einem Spitzenteam entwickelt hat. Dass es dem Verein trotz erheblicher Ausgaben (neuer Kühltrakt fürs Vereinsheim und Thekensanierung) gelungen ist, ein Plus zu erwirtschaften, dafür wurde besonders Kassenwartin Karin Meitner gelobt, der zugleich auch eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt wurde. rhs

veröffentlicht am 16.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

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