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Bitte nicht abschrecken: Mythen und Tipps rund ums Ei

Schwimmt es oben, ist es schlecht

Landkreis (jaj). Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Über diese Frage streiten sich die Menschen seit Generationen. Und bis heute gibt es keine zufriedenstellende Antwort. Bei vielen anderen Fragen rund um das Ei hat die Wissenschaft allerdings einleuchtende Erkenntnisse hervorgebracht. Einige Weisheiten, die noch von Oma übermittelt wurden, können jetzt als wissenschaftlich erwiesen gelten – andere sind hingegen vor allem eines: ein schöner Mythos.

veröffentlicht am 02.05.2011 um 19:32 Uhr

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Eier lassen sich leichter pellen, wenn sie nach dem Kochen unter kaltem Wasser abgeschreckt werden. Bei diesem weitverbreiteten Glauben handelt es sich um einen Mythos. Das Abschrecken des Eies bewirkt nicht, dass sich die Schale leichter lösen lässt. Es kann den Eiern sogar schaden, denn beim Abschrecken wird die Cuticula auf dem Ei zerstört. Dabei handelt es sich um eine Schutzschicht, die eigentlich verhindern soll, dass Eindringlinge durch die winzigen Poren der Eierschale in das Innere wandern.

Durch das Wasser des Abschreckens gelangen aber Bakterien auf das Ei, die ungehindert eindringen können, da die Schutzschicht ja durch das Abschrecken zerstört wurde. Vor allem, wenn gekochte Eier nicht sofort verzehrt werden sollen, sollte deshalb auf das Abschrecken verzichtet werden.

Wie leicht sich Eier pellen lassen, hängt vielmehr mit ihrem Alter zusammen. In dem Ei befindet sich eine kleine Luftblase zwischen zwei Schalenhäuten, die mit der Zeit immer größer wird, da Wasser und Kohlendioxid aus dem Ei aus- und Luft eintritt. Bei einem frisch gelegten Ei ist sie etwa vier Millimeter dick. Ältere Eier lassen sich also leichter pellen als jüngere, da die Luftblase in ihnen schon größer ist.

Wie frisch ein Ei ist, kann man mithilfe eines Glases Wasser testen. Das stimmt. Wenn man ein rohes Ei in ein Glas Wasser legt und es noch ganz frisch ist, geht es komplett unter. Je mehr sich die Spitze des Eis hebt, desto älter ist es. Eier, die an der Wasseroberfläche schwimmen, sollten besser nicht mehr verzehrt werden. Der Grund ist auch hier wieder die Luftblase, die sich zwischen den Eihäuten bildet. Da sie mit der Zeit größer wird, befindet sich mit der Zeit mehr Luft im Ei – da Luft leichter ist als Wasser, steigt das Ei umso höher, je mehr Luft es enthält.

Die Farbe der Hühner bestimmt die Farbe der Eier. Auch das ist ein Irrglaube. Nicht die Farbe der Hühner ist entscheidend dafür, welche Farbe ihre Eier haben, sondern die Gene. Es kann also durchaus möglich sein, dass ein weißes Huhn braune Eier legt und umgekehrt. Bei reinrassigen Hühnern gibt es allerdings eine andere Faustregel: Hat ein Huhn weiße Ohrläppchen, legt es weiße Eier, hat es rote Ohrläppchen, wird es braune Eier legen.

Eier treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe. Lange Zeit galt diese Erkenntnis als erwiesen, denn das Ei hat wirklich einen hohen Cholesteringehalt. Mittlerweile haben Forscher jedoch herausgefunden, dass der Körper selbst Cholesterin herstellt. Nimmt der Mensch jetzt, zum Beispiel mit einem Ei, Cholesterin zu sich, drosselt der Körper die Eigenproduktion. Deshalb bleibt der Cholesterinspiegel bei einem gesunden Menschen relativ konstant.

Es gibt noch einen anderen Grund, aus dem der hohe Cholesteringehalt des Eis nicht bedenklich ist: Eier enthalten viel Lecithin. Dieser Stoff hemmt die Aufnahme des Cholesterins in den Körper. Gegen ein Ei am Tag ist daher bei einem gesunden Menschen nichts einzuwenden.



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