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Gegenwind erschwerte die Fährtensuche

Schwieriger Acker

HAMELN. Der Polizeihundverein Hameln von 1920 hat seine Frühjahrsprüfung ausgerichtet.

veröffentlicht am 23.04.2019 um 14:13 Uhr

Insgesamt 13 Hundebesitzer waren angemeldet, „eine gut überschaubare Prüfung“, meinte Prüfungsleiterin Gabriela Beiße. An der Begleithundprüfung (BH) nahmen sechs Hunde teil. Hierbei muss der Hund ein Gehorsamsschema abgehen. Die Wiederholung wird in Freifolge ausgeführt und eine Sitz- und Platzübung kommen dazu. In der Freifolge zeigt es sich, wie gefestigt der Gehorsam bei den Junghunden ab einem Mindestalter von 15 Monaten ist. Die Gelegenheit, sich vom Hundehalter zu entfernen, ist bei den Junghunden doch verlockend. So eine Freifolge nahm dann ein Hund wörtlich und erkundete den Platz. Kommt der Hund nach dreimaligem Aufruf nicht zurück, so ist diese Prüfung hier für den Hundeführer beendet. Die anderen fünf Hunde hatten diesen Gehorsamsteil bestanden. Die zweite und letzte Prüfungsaufgabe ist der Verkehrsteil. Hund und Hundeführer werden mit Joggern, Fahrradfahrern und Autos konfrontiert, wobei der Hund sich möglichst neutral verhalten soll. Die Krönung war dann der Gang durch eine Menschengruppe. „Ihr müsst euch vorstellen, ihr seid auf einem Bahnhof“, sagte Leistungsrichter Rolf Panzlaff, „da ist es eng und die Hunde müssen da durch.“ Auf Wunsch des Leistungsrichters sollte das Prüfungsteam mittig stehen bleiben und der Hund sollte Sitz machen. Trotz Aufregung wurde auch diese letzte Übung von allen Hunden und Hundeführern bewältigt.

Bestanden haben Antje Buchheim mit Malinois Omar, Lisa Fiedler mit Mix Athos, Eva-Maria Kraske mit Riesenschnauzer Hawa, Petra Seeger mit Airedale Terrier Glenroses und Bernd Lauk mit Malinois Durin. Heike Helms-Greinert mit Labrador Glen legte die internationale Begleithundprüfung ab. Hierbei erreichte sie 90 Punkte.

Für die internationale Gebrauchshundprüfung (IGP I, II, III) waren sieben Hunde gemeldet. Diese Prüfung besteht aus Fährtenarbeit (A), Gehorsam (B), und Schutzdienst (C). Der bereitgestellte Acker zur Fährtensuche befand sich in Grohnde. Der zweite Ausbildungswart Bernd Lauk hatte die Aufgabe, nach Anweisung des Leistungsrichters die Fährten (600 Schritt), auszulegen. Absuchen war dann erst nach einer Stunde Liegezeit. Jens Weinert hatte vom Leistungsrichter das „Okay“ bekommen, für seinen Hund, den er in der IGP I führte, die Eigenfährte zu treten. Diese durfte der Schäferhund Santos nach 20 Minuten absuchen. Santos hatte die Fährte bis zum Ende abgesucht, aber keinen der drei ausgelegten Gegenstände angezeigt. Somit erhielten beide nur 70 Punkte. In den Abteilungen B-Gehorsam und C-Schutzdienst konnte Santos einige Punkte mehr erarbeiten. Die Malinoishündin Jidal mit Nicola Schiffling ging als erste auf eine der drei Fährten. Aber der Acker entwickelte sich zum Problemfeld, am Ende waren es nur 40 Punkte und Abbruch. In den Abt. B und C war Jidal in ihrem Element und konnte ihr Können zeigen. Als nächste ging Andrea Weinert mit Malinois Kito an den Fährtenstart. Aber auch Kito hatte seine Probleme auf dem Feld. Von den drei Gegenstände hat er zwei überlaufen, am Ende blieben 80 Punkte übrig. Der Gehorsam und der Schutzdienst der IGP III sind das was Kito besser kann. Die letzte Fährte blieb dann für Airedale Terrier Frodo mit Angelika Menges. Der Terrier hatte am Start schon seine Probleme und das zog sich durch. Streckenweise war er gut auf der Spur aber zum Ende hatte er den Winkel überlaufen und war dann zu weit aus der Fährte raus, was zum Abbruch führte. Am Ende blieben für Hund und Hundeführer ganze 55 Punkte über.

Königsdisziplin war die internationale Fährtenhundprüfung 2. Nach drei Stunden Wartezeit konnten die Fährten abgesucht werden. Michael Mogalle mit Malinois Bebe fand trotz Gegenwind alle Gegenstände; am Ende gab es 71 Punkte. Die Letzte war Ute Lohmeyer mit Airedale Terrier Dera. Auch dieser Hund hatte so seine Probleme mit dem Acker. Vier Gegenstände hatte Dera überlaufen, aber auch sie hat sich bis zum Ende durchgesucht. Ute Lohmeyer und Dera erhielten 82 Punkte. „Das war ein schwieriges Feld“, meinte dann auch am Ende der Leistungsrichter.



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