weather-image
10°
Großer Publikumsansturm auf den Mittelaltermarkt / Händler aus Belgien, Tschechien und Ungarn

Schwerter sind nichts fürs Stullenschmieren

Rinteln (wm). Alfred Schneider kann sich flexibel wie ein Chamäleon mühelos von einem beilwerfenden Trapper in einen Offizier aus dem 18. Jahrhundert, dann in einen mittelalterlichen Scholaren verwandeln. Ein Talent, das er schon vielfach bewiesen hat. Und er hat eine zweite Gabe, er kann Menschen für eine Idee begeistern. Auf Schneiders Akquise sind Händler wie Höker und Handwerker aus Tschechien, Ungarn, Belgien und Bayern am Wochenende zum zweiten Mittelaltermarkt angereist - größer und interessanter als der erste. Das Publikum strömte in Scharen - ob es ausschließlich Kaufwillige waren, darf man bezweifeln.

veröffentlicht am 26.03.2007 um 00:00 Uhr

Im Marktstand von Matthias Nys ist es dunkel und kühl. Geheimnis

Denn unabdingbares Requisit aller Bummlerüber den Mittelaltermarkt war die Kamera - an bunten Motiven herrschte ja auch kein Mangel. Auf der anderen Seite - wer braucht schon ein mittelalterliches Schwert, es sei denn man gehört zur Szene. Mit Schwertern kann man weder eine Butterstulle schmieren noch Kartoffeln schälen. Auch Pfeil undBogen oder Dolch gehören nicht unbedingt zu den unverzichtbaren Haushaltsgegenständen. Gute Geschäfte machten sicher die Schmuck- und Modestände - mit oft originellen, in Handarbeit gefertigten Stücken. Staunende Kunden hatten auch der Anbieter von allerlei Räucherwerk und ein Krämer mit mittelalterlichen Spielen, der seinen Kunden auch zu der Erkenntnis verhalf, dass Stategiespiele keineswegs eine Erfindung des Computerzeitalters sind. Auch in mittelalterlichen Burgen hat man schon Schlachten auf dem Spielbrett geschlagen. An Speis und Trank gab es Exotisches: So einen Munzbraten, über Buchenfeuer geröstete Schweinestücke, allerlei Spezereien und im Ofen gebackenes Knoblauchbrot- am nächsten Tag Abstand halten.

Der Mittagstisch ist gedeckt - Umstehende zücken die Kameras.
  • Der Mittagstisch ist gedeckt - Umstehende zücken die Kameras.
In der "Casa Preciosa" gibt es alles, was ein Ritter braucht.
  • In der "Casa Preciosa" gibt es alles, was ein Ritter braucht.
Perfekt bis ins Detail.
  • Perfekt bis ins Detail.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare