weather-image
10°
L 439 heute für Flickarbeiten gesperrt / Bartling verspricht, sich in Hannover für Sanierung einzusetzen

Schwere Straßenschäden im "Land des Lächelns"

Antendorf (la). Heute von 8 Uhr früh bis 17 Uhr am Nachmittag wird die Landesstraße 439 zwischen Nienfeld und Pohle voll gesperrt. Die Straßenschäden, die der Schwerlastverkehr vor zwei Wochen auf der maroden Straße hinterlassen hat (wir berichteten), sollen geflickt werden. Der Verkehr in Richtung Hannover wird in Antendorf über die K 62 durch Wiersen zur L 443 umgeleitet und von der anderen Seiteüber Apelern auf die L 443.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Heiner Bartling (v.l.), Helmut Meier, Hans-Jürgen Bethge und Tho

Doch die Reparaturarbeiten reichen den Ortsvorstehern von Hattendorf und Antendorf, Helmut Meier und Hans-Jürgen Bethge, nicht aus. "Die Straße muss endlich komplett saniert werden. Immer wieder wird nur notdürftig geflickt", sind sie sich einig. Um ihre Forderung zur bereits 2003 vom Land genehmigten, aber mangels Geld immer wieder verschobenen Sanierung Nachdruck zu verleihen, haben sie sich an denSPD-Landtagsabgeordneten Heiner Bartling gewandt. Gemeinsam mit den Ortsvorstehern und Bürgermeister Thomas Priemer hat sich Bartling am Donnerstag ein Bild von der Situation gemacht. "Die Straße ist in einem furchtbaren und für alle Verkehrsteilnehmer gefährlichen Zustand. Es kann einfach nicht sein, dass das Land für eine Sanierung kein Geld zur Verfügung stellt", sagte Helmut Meier. "Wenn dies das ,Land des Lächelns' sein soll (Bartling nimmt Bezug auf ein Zitat von CDU-Ministerpräsident Christian Wulff im TV-Duell mit Kontrahent Wolfgang Jüttner, Anm.d.Red.), dann ist es wirklich schlecht um uns bestellt", sagte Bartling, als er die aufgebrochene und an unzähligen Stellen geflickte Straße in Augenschein nahm. "Das Verfahren füllte bereits einen dicken Ordner. Es muss endlich eine endgültige Lösung her", fordert Priemer. Im Bereich der starken Beschädigung ist zurzeit eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eingerichtet. "So etwas gibt es nicht mal für unsere Gemeindestraßen", stellte Priemer fest. "Schon ein Begegnungsverkehr von einem Lastwagen und einem Auto ist auf der Straße fast unmöglich. Die Fahrzeuge müssen auf den Seitenstreifen ausweichen und zerstören so die Fahrbahn immer mehr", erläuterte Bethge. Aber alle Anwesenden waren sich einig darin, dass eine Sperrung der L 439 für den Schwerlastverkehr nicht der richtige Weg ist. "Ich finde es bemerkenswert, dass das Land überlegt, eine Straße zu sperren, weil kein Geld für die Sanierung vorhanden ist", sagte Priemer. "Der Verkehr würde doch nur verlagert und die Orte Rehren, Schoholtensen und Altenhagen übermäßigbelastet. Das kann keine Lösung sein", meinte Bethge. "Ich glaube auch nicht, dass sich die Fahrer der Schwerlasttransporter an eine Sperrung halten würden. Die folgen den ,Anweisungen' ihrer Navigationsgeräte. Das ist bereits jetzt so. Die im Radio durchgesagte großräumige Umleitungsempfehlung wird nicht angenommen", sagte Bartling. Der Landtagsabgeordnete versprach, sich für eine schnelle Komplettsanierung der Landesstraße einzusetzen. "Jetzt wird in Hannover besprochen, was gemacht werden soll. Ich werde bei den Haushaltsplanungen auf das spezielle Problem aufmerksam machen und fordern, dass das Geld für die Straßensanierung zur Verfügung gestellt wird", sagteBartling. Die Landesregierung müsse ihrer Aufgabe und Verantwortung nachkommen und für sichere Straßen sorgen. Es sei klar, dass immer wieder Umleitungsverkehr über diese Straße rollen wird. "Ich werde mit allem Nachdruck fordern, dass hier für eine Verbesserung gesorgt wird", versprach Bartling. "Es ist schon schlimm, dass wir immer nur etwas erreichen können, wenn wir Landtags- oder Bundestagsabgeordnete einschalten. Wir müssen doch auch unsere Arbeit machen und unserer Verantwortung gerecht werden, und das machen wir auch", meinte Priemer abschließend.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt