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Abgeordneter thematisiert Nominierung zur Bundespräsidentenwahl als erster im Fraktionsvorstand

Schwan-Kandidatur: Edathy in zentraler Rolle

Landkreis (ssr). Der Schaumburger SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy ist maßgeblich am Zustandekommen der möglichen Kandidatur von Gesine Schwan für die Bundespräsidentenwahl beteiligt gewesen. Über deren Nominierung will heute das SPD-Präsidium entscheiden.

veröffentlicht am 26.05.2008 um 00:00 Uhr

Im jüngsten "Spiegel" (Ausgabe vom 26. Mai) wird Edathy als eine Art Initiator der Kandidatur genannt, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (Ausgabe vom 25. Mai) wurde ihm eine zentrale Rolle zugeschrieben. Auf Anfrage bestätigte der Abgeordnete gestern: "Ich war einer der ersten, die diese Idee hatten." Nach Vorabstimmung mit einigen wenigen SPD-Bundespolitikern habe er kurz nach Ostern" ein längeres Telefongespräch" mit Gesine Schwan geführt, die sich zu diesem Zeitpunkt gerade in Mexiko aufgehalten hatte, um deren grundsätzliche Bereitschaft zu eruieren, berichtete Edathy. Wenig später habe er als erster deren mögliche Kandidatur im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion thematisiert, so Edathy weiter. Auch im Kreise der "Netzwerker", einer als "pragmatisch" eingestuften Gruppierung innerhalb der SPD-Fraktion, habe er parallel dazu diesen Vorschlag eingebracht. Weitere Abstimmungen mit führenden SPD-Politikern seien zu diesem frühen Zeitpunkt erfolgt. Dazu gehörte auch einGespräch, das Edathy am 1. April mit SPD-Vize Andrea Nahles bei deren Besuch in Obernkirchen geführt hat und in dem "Einigkeit in der Bewertung" gefunden worden sei, wie er gestern verriet. Edathy widerspricht freilich der Darstellung in der heutigen "Spiegel"-Ausgabe, er habe "eine verdeckte Schwan-Kampgane" gestartet. "Das war weder verdeckt noch war es eine Kampagne, sondern in innerparteilich transparenter Form vorgetragen." Mit Blick auf die heute anstehende Entscheidung des SPD-Präsidiums sagte Edathy: "Ich bin sicher, dass Frau Schwan nominiert wird und würde das sehr begrüßen." Gesine Schwan sei für das Amt "absolut qualifiziert". Es würde sich aus seiner Sicht deswegen nicht um eine taktische Kandidatur handeln, sondern - auch angesichts der politischen Konstellation in der Bundesversammlung - um eine "mit konkreter Aussicht auf Erfolg". Die Nominierung werde innerhalb der SPD "flügelübergreifend" unterstützt und sei entgegen mancher Darstellung in diesen Tagen keinesfalls die Initiative nur einer Gruppierung. Im Grundsatz betrachtet Edathy eine Alternative zur erneuten Kandidatur von Bundespräsident Horst Köhler "keinesfalls als eine Beleidigung des Amtsinhabers, sondern vielmehr als Beleg für das Funktionieren der Demokratie".



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