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Ausbau der Außenhalle könnte eine Lösung sein / Bürgermeister lehnt Vorschlag bislang ab

Schulvorstand: Mehr Platz für Ganztagsschule

Rehren (la). Ab August wird die Grundschule Ganztagsschule. Der Schulvorstand hat inzwischen mit den Planungen für die Nachmittagsbetreuung begonnen und ist dabei auf massive Platzprobleme aufmerksam geworden.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

Der Schulvorstand der Grundschule Auetal wünscht sich den Ausbau

Eine erste Abfrage hat ergeben, dass 80 Eltern ihre Kinder für die Ganztagsbetreuung anmelden würden, wobei die Eltern der jetzigen Kindergartenkinder, die im Sommer 2008 eingeschult werden, sehr zurückhaltend reagierten. "Das ist nachvollziehbar, denn schließlich wissen die Eltern noch nicht, wie schnell sich ihre Kinder an die neue Situation Schule gewöhnen werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Eltern ihre Kinder nach wenigen Schulwochen nachmelden und wir dadurch mit einer Schülerzahl um die 100 rechnen sollten", sagte Schulleiter Carl Gundlach. Die Tendenz zur Nachmittagsbetreuung hält der Schulvorstand auch bei langsam rückläufigen Schülerzahlen für steigend. Kürzlich haben sich Mitglieder des Schulvorstandes an der Grundschule Süd in Rinteln über die Nachmittagsbetreuung informiert. "In Gesprächen wurde deutlich, dass diese Form von Schule in Niedersachsen zukunftsweisend ist, gesellschaftlich gewünscht und notwendig ist", so Gundlach. Deutlich seiauch geworden, dass die Ganztagsschule "Raum braucht", und das im wörtlichen Sinne. "Für 100 Kinder - und das schon zum Start - reichen unsere Räumlichkeiten nicht aus", gibt Gundlach zu bedenken und erläutert die derzeitige Situation. Zurzeit würden an der Grundschule Auetal 60 Kinder von 12 bis 13 Uhr in vier Räumen betreut, von denen nur einer Klassenraumgröße habe. "Zwei dieser Räume fallen zum 1. August durch die Umnutzung weg", so Gundlach. Der Musikraum soll zur Mensa umgebaut werden und im Förderraum die Schülerbücherei untergebracht werden. Klassenräume könnten nicht für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden, weil sich darin Schüler- und Lehrereigentum befindet und das Gros der Lehrerdie Räume am Nachmittag für Unterrichtsvor- und -nachbereitungen nutzt. Der Schulvorstand hat daher die Verwaltung der Gemeinde Auetal gebeten zu prüfen, ob der ursprüngliche Vorschlag des Schulelternrates erneut geprüft werden kann. Der Schulelternrat hatte bereits vor Monaten vorgeschlagen, die Außenhalle auszubauen. Dazu hat der Schulvorstand jetzt eine reduzierte Ausbauform vorgeschlagen. Die Küche soll am jetzigen Standort bestehen bleiben, auf die Erweiterung des Musikraums zur Mensa oder zum Mehrzweckraum könnte verzichtet werden. "Mit der Außenhalle und den verbleibenden zwei Betreuungsräumen hätten wir Platz, um die Kinder vernünftig unterzubringen und nicht in wenigen Jahren die nächste räumliche Erweiterung in Angriff nehmen zu müssen", ist sich der Schulvorstand einig. Auch wäre die noch offene Frage des Schulelternrates nach der Zukunft des Musikunterrichts geklärt. Er fände nach Fertigstellung in der Außenhalle statt. Als weiteres Plus für den Ausbau der Außenhalle nennt der Schulvorstand den sofort möglichen Baubeginn. "Nach Vorlage der entsprechenden Genehmigung könnte sofort mit dem Ausbau begonnen werden, weil sich im Bereich der Außenhalle keine Klassenräume befinden", sagte Gundlach und stellte in Aussicht, dass sich Lehrkräfte und Eltern gern auch aktiv an dem Projekt beteiligen würden. Bürgermeister Thomas Priemer hatte den Ausbau der Außenhalle bislang abgelehnt, da diese vor einigen Jahren als Eltern-Projekt entstanden ist. "Die Halle haben Eltern mit viel Einsatz geplant und gebaut. Die können wir ihnen doch jetzt nicht einfach wegnehmen", so Priemer.



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