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Delegation aus Hannover in Bückeburg / Hoffen auf EU-Fördermittel

Schulterschluss in der Hofreitschule: Wirtschaftsminister lobt Engagement

Bückeburg (rd). Bückeburg steht voll hinter seiner Hofreitschule. Davon konnte sich jetzt auch der niedersächsische Wirtschaftsminister überzeugen. Anlässlich des Besuchs von Walter Hirche gaben die Hofbereiter eine nachmittägliche Reitkunstvorführung mit Sektempfang und führten die etwa 25 Gäste durch das Marstallmuseum und den Stall der fürstlichen Hengste.

veröffentlicht am 23.06.2007 um 00:00 Uhr

Neben dem Minister und seiner Frau waren auch Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Bürgermeister Reiner Brombach und der Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner der Einladung gefolgt. Die großen Tourismusverbände wie Weserberglandtourismus und Schaumburger Land Tourismus waren ebenso angetreten, wie die Tourismusbeauftragte der CDU, Inse Marie Ortgies, sowie Vertreter der Volksbank und der Sparkasse, des Stadtmarketings und der Hofkammer. Ausgelassene Stimmung begleitete die wie immer exquisite Reitkunst, ob im Damensattel oder am langen Zügel, ob in den Schulen über der Erde oder den Kunstgangarten, die Schulhengste brillierten mit ihrem Können und die Gäste applaudierten stürmisch und ließen sich ganz vom Tanz der noblen Hengste gefangen nehmen. Und so staunten sie nicht schlecht, als die Gastgeber Christin und Wolfgang Krischke zum Höhepunkt der Vorführung einen Glockendegen zur Hand nahmen. Mit spektakulären und filmreifen Fechtszenen zu Pferd demonstrierten sie die "angewandte Reitkunst", mit der sie nach eigener Aussage immer wieder prüfen, ob ihre Reitkunst nicht etwa "künstlich" wird, ob sie also noch für das taugt,wofür die erfunden wurde: den Nahkampf Mann gegen Mann mit der Blankwaffe. "Die Paarung von Kultur und Freude" beeindruckte den Minister tief, sein Eintrag im Gästebuch der Hofreitschule lobt den kulturellen Stellenwert und das große persönliche Engagement der Initiatoren - er werde die Hofreitschule in bester Erinnerung behalten und von Herzen weiterempfehlen. "Wir versprechen uns sehr viel von dieser Wahrnehmung durch die große Politik", hatte die erste Oberbereiterin Christin Krischke in ihrer Einladung geschrieben und meinte damit die laufenden Verhandlungen über EU-Fördermittel für die Hofreitschule. "Nach vierjähriger Aufbauarbeit aus eigener Kraft ist die Hofreitschule nun in das Blickfeld der Landespolitik gerückt. Wir erhoffen uns von diesem Minister Besuch die für den langfristigen Fortbestand notwendige Unterstützung." Nirgends hätten Krischkes ihr weltweit einzigartiges Projekt der Wiederbelebung der Reitkunst des 18. Jahrhunderts an einem europäischen Adelshof besser verwirklichen können als im Pferdeland Niedersachsen. Sie sind stolz auf so viel Zuspruch und freundschaftlicher Rückendeckung: "Mit Bückeburg haben wir einen wahrhaft viel versprechenden Standort gefunden, in authentischem Gemäuer mit den überlieferten, einst hier gezüchteten Pferden. Und wir stehen mit höchstem kulturellen Anspruch dafür ein, dass Bückeburg bald die deutsche Hauptstadt der Reitkunst wird, mit belebender Auswirkung auf alleBereiche der Wirtschaft. Es war uns eine große Freude, im Schulterschluss mit so vielen namhaften und einflussreichen Freunden der Hofreitschule unseren Wirtschaftsminister von der Qualität der Fürstlichen Hofreitschule überzeugen zu dürfen," so Familie Krischke. Ob und wann die Hofreitschule die erwünschten Zuschüsse bekommt, darüber wird jetzt wieder in Hannover verhandelt. Erste Ergebnisse verspricht man sich bis Ende August.



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