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Bürgermeister will Grundschule schließen

Schulstreit: "Termin ist nicht entscheidend"

Stadthagen (ssr). Wie angekündigt haben SPD/FDP und CDU/BfS im Schulausschuss des Rates das von der Verwaltung vorgelegte Thema "Schließung des Grundschulstandortes Wendthagen" von der Tagesordnung abgesetzt und es zur Beratung in den Ortsrat Wendthagen verwiesen. Die Gruppe Grüne/Wir stimmte dagegen.

veröffentlicht am 29.11.2008 um 00:00 Uhr

Bevor der Antrag auf Absetzung des Themas gestellt wurde, hatte Bürgermeister Bernd Hellmann Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzulegen. "Mir liegt es fern, gerne einen Schulstandort zu schließen", betonte er eingangs. Geänderte Rahmenbedingungen machten es aus seiner Sicht aber unausweichlich, bei der Grundschule An der Bergkette zu handeln. Schon jetzt habe diese mit durchschnittlich 17,6 Schülern pro Klasse (Migrantenanteil: ein Prozent) im Vergleich zur Grundschule Am Sonnenbrink (25,7/Migrantenanteil: 20 Prozent)) und zur Grundschule Am Stadtturm (22,7/Migrantenanteil: 30 Prozent) deutlich kleinere Klassen. Dies seien "sehr ungleiche Bedingungen". "Fakt" sei, dass es An der Bergkette von 2010 an sogar nur noch eine Einzügigkeit geben werde. Das mache zwei Schulstandorte dann völlig unwirtschaftlich. Hellmann hielt an seinem Vorschlag fest, den Standort Wendthagen zu schließen, fügte aber hinzu: "Es ist nicht entscheidend, dass dies schon zum 1. August 2009 passiert." Die Stadt werde bis 2012 knapp zehn Millionen Euro in den Bildungsbereich investieren, fügte Hellmann abschließend an. Es wäre "ungut, wenn diese vorbildliche Politik durch eine in der Art falsche Debatte über einen Schulstandort überdeckt würde."



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