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Landrat Tjark Bartels verleiht Zertifikate zur Initiierung von demokratischen Beteiligungsprozessen

Schulsozialarbeiter und Jugendpfleger als Moderatoren

Hameln. Demokratie lebt von aktiver Beteiligung – und die kann auch an Schulen gelebt und gelernt werden. Meinungen und Haltungen von Kindern sollen nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen und als Denkanstoß verstanden werden.

veröffentlicht am 05.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Insbesondere zur Schaffung von Teilhabestrukturen, zur Vermittlung einer inklusiven Grundhaltung an Schulen sowie zur Schaffung konstruktiver Netzwerkarbeit hat ein 12-köpfiges Team aus Schulsozialarbeitern des Landkreises Hameln-Pyrmont, der Kreisjugendpflege sowie der Jugendpfleger der Stadt Hameln und des Fleckens Aerzens an einer berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen, um sich als Moderatoren zur Initiierung von demokratischen Beteiligungsprozessen ausbilden zu lassen.

Zum Erwerb der Qualifikation waren fünf Module nötig, in denen die in der Schulsozial- und Jugendarbeit tätigen Teilnehmer Moderations- und Beteiligungstechniken, Formen und Grenzen der Beteiligung, Moderations- und Präsentationstechniken in der Vorstellung von Beteiligungsprojekten sowie das Entwickeln und Umsetzen von kinder- und jugendgerechten Beteiligungsmethoden erlernt haben.

Die neu gewonnenen Fähigkeiten finden bereits in konkreten Projekten Anwendung, beispielsweise in den Grundschul-Projekten „Streitschlichterprojekt“, „Entwicklung schuleigener Spiele für Schulhof und Freizeit“ sowie „Schmeckt`s“, ein Mittagessen-Projekt der Grundschule Salzhemmendorf. Kreisjugendpfleger Claus Dieter Kauert strebt die Wiederbelebung des Kreisjugendringes an, Nicole Lubetzki, Jugendpflegerin beim Flecken Aerzen, betreut „NetFleck“, ein Projekt, das die Vereine in der Gemeinde Aerzen vernetzen will. Auch Patrik Victor, Jugendpfleger der Stadt Hameln, hat bereits Ideen für das Hamelner Jugendzentrum „Regenbogen“. Die mit dieser Qualifizierungsmaßnahme vermittelten Schwerpunkte machen insbesondere mit Blick auf die Schulsozialarbeit deutlich, dass die klassische Form der Schulsozialarbeit als „Feuerwehr der Schulen“ überholt ist. Schulsozialarbeit unterstützt vielmehr mit Ideen und Methoden das Schulsystem konstruktiv. Landrat Tjark Bartels begrüßt die richtungsweisenden Inhalte der Ausbildungsmodule. „Damit“, so Bartels, „können in den Grundschulen demokratische Beteiligungsstrukturen geschaffen und den Schülern eine inklusive Grundhaltung vermittelt werden.“ Der Landrat überreichte den Jugendpflegern und Schulsozialarbeitern im Kreishaus die Zertifikate, die sie als Moderatoren zur Initiierung von demokratischen Beteiligungsprozessen ausweisen.



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