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Schulkinder müssen über diese Straße

Deckbergen (wm). WGS-Fraktionsvorsitzender Heinrich Sasse will sich in der Ratssitzung am Donnerstag nochmals dafür einsetzen, dass 35 000 Euro für Schulwegsicherungsmaßnahmen in Deckbergen in den Etat der Stadt eingesetzt werden. Der Finanzausschuss hatte das in seiner letzten Sitzung abgelehnt. Begründung: Die Überquerungshilfe müsste an einer Kreisstraße gebaut werden - das sei Sache des Landkreises.

veröffentlicht am 31.01.2007 um 00:00 Uhr

Was Sasse nur bedingt nachvollziehen kann, denn der Landkreis hatte bereits in einem Ortstermin signalisiert, dass er mit entsprechenden Einbauten einverstanden, bei der Planung behilflich sein wolle. Dass an der Osterburgstraße, der Kreisstraße 71, etwas geschehen muss, steht für alle Beteiligten außer Zweifel. Denn über die Kreisstraße müssen alle Kinder und Jugendlichen, die zur Grundschule oder den Sportstätten wollen. Hier ist es nach Auskunft der Anlieger bereits zu Unfällen wie Beinaheunfällen mit Kindern gekommen. Eine Verkehrszählung im Oktober vorigen Jahres hat ergeben, dass die Verkehrszahlen grundsätzlich zu gering sind, um eine Querungshilfe zu fordern. Die Zählplatten zählten in 48 Stunden 2421 Fahrzeuge. Nach geltender Erlaßlage ist eine Schulwegsicherung erst bei mindestens 200 Fahrzeugen pro Stunde vorgesehen. Möglich sei hier also nur eine freiwillige Maßnahme, wie im Protokoll des Landkreises zum Ortstermin festgestellt. Mithin sieht der Landkreis als Straßenbaulastträger auch keine Veranlassung hier Geld in die Hand zu nehmen, das müsse schon die Stadt Rinteln tun. Vorstellbar seien Markierungen auf der Fahrbahn, keine Einbauten im Straßenbelag, weil hier auch Schwerverkehr unterwegs ist. Der wiederum, so sagen Anlieger, sei häufig - auch aufgrund der Gefällstrecke - viel zu schnell unterwegs. Sasse ist grundsätzlich optimistisch, dass die Maßnahmen auch realisiert werden, denn in einem Schreiben des Landrats an ihn heißt es ausdrücklich: Sollte sich die Stadt zu einer Vollfinanzierung nicht in der Lage sehen, wäre eine Beteiligung des Landkreises (unterhalb der Schwelle von baulichen Überquerungshilfen) denkbar.



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