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Schulzentrum Helpsen präsentiert sich am Tag der offenen Tür mit gestelltem Unterricht

Schulische Wirklichkeit auf Hochglanz poliert

Helpsen (jcp). Unterricht ssequenzen hatte das Schulzen trum Helpsen für seinen Tag der offenen Tür angekündigt. Mit ihrer Hilfe sollten Eltern sich ein Bild vom didaktischen Alltag an der Haupt- und Realschule machen können. Eine Maßnahme, die an Gymnasien altbewährt, an Hauptschulen eher neu ist. Bei den Beteiligten und Besuchern stieß die "Schulschau" auf ein weitestgehend positives Echo.

veröffentlicht am 21.05.2008 um 00:00 Uhr

Vermittelt eine solche "Unterrichtssequenz" ein realistisches Bi

Claudia und Hermann Kaschuba aus Niedernwöhren nahmen an diesem Tag die Gelegenheit wahr, zusammen mit ihrer zehnjährigen Tochter Lea eine der Schulen zu besuchen, die für den neuen Abschnitt nach den Sommerferien als "Kandidat" in Frage kommt. "Wir haben uns die Französisch-AG angesehen", erzählte Mutter Claudia Kaschuba. "Die Schüler wirkten befangen, aber das ist an einem solchen Tag wohl normal." Mensa und andere Räume hätten der Familie gut gefallen, aber am wichtigsten sei am Ende ohnehin, wo die Freunde nach der Grundschu lzeit hingehen. An diesem besonderen Tag bestand eine Klasse aus nur sechs Kindern. "Sonst würde es zu chaotisch", erklärte Schulleiter Jürgen Eggers. Und so demonstrierten im Chemie-"Unterricht" etwa Sechstklässler wie Jasmyna Wahlmann, Melanie Winkler und Michelle Herbst die Löslichkeit von Gasen. "Auch wenn da nur wenige sitzen, kann man sich doch schon vorstellen, wie der Unterricht so ungefähr aussehen wird", fand Frauke Kuhlmann aus Liekwegen, die derzeit mit Ehemann Michael auf der Suche nach der passenden weiterführenden Schule für Sohn Steffen ist. Die vermeintliche Realität einer solchen Unterrichtssequenz betreffend gibt aber der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schaumburg (GEW), Friedrich Lenz, zu bedenken: "Grundsätzlich ist gegen solchen Schauunterricht nichts einzuwenden. Schließlich zeigt er auch, dass die Lehrer einer Schule sich ernsthaft Gedankenüber guten Unterricht machen. Eltern sollten sich aber kritisch mit der Frage auseinandersetzen, wie sehr die dargebotene Szene für die Besucher auf Hochglanz poliert wurde." Der scheinbar einzige unzufriedene Vater in Helpsen jedenfalls bemängelte nicht die Unterrichtssequenzen, sondern fühlte sich eher vom allgemeinen Drumherum enttäuscht: "Die Außenanlagen und auch die Flure könnten ruhig sauberer sein. Ansonsten gibt es hier dasselbe wie in allen anderen Schulen auch."



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