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SPD/Grüne stellen Antrag: Gemeinde soll sich an Koordinierungsgesprächen des Landkreises beteiligen

Schulfonds einrichten - armen Familien helfen

Auetal (rnk). Die Gruppe SPD/Grüne beantragt, einen Schulfonds zur kurzfristigen, unbürokratischen und unmittelbaren Unterstützung für Kinder aus einkommensschwachen Familien nach landesweit einheitlichen Kriterien einzurichten.

veröffentlicht am 13.11.2007 um 00:00 Uhr

Die Gemeindeverwaltung soll sich daher an entsprechenden Koordinierungsgesprächen des Landkreises beteiligen, die dieser mit Schaumburger Städten und Samtgemeinden führt, mit dem Ziel, an den Schaumburger Schulen eine landkreisweit einheitliche Struktur von Unterstützungsfonds zu entwickeln, die unmittelbar an den Schulen eingerichtet und von diesen verwaltet werden. Schulleiter und gegebenenfalls die Vorsitzenden von Fördervereinen sollen frühzeitig in die Überlegungen eingebunden werden, erklärt die Gruppe. Die Finanzierung der Fonds soll durch die Samtgemeinden, Städte und den Landkreis nach einem noch zu vereinbarenden Schlüssel erfolgen. Generell, so die SPD/Grüne-Gruppe, sei die Gewährleistung gleicher Bildungs chancen durch einen gleichberechtigten und von materiellen Voraussetzungen unabhängigen Zugang zu Bildung eine zentrale Aufgabe aller staatlichen und kommunalen Ebenen. Die bloße Schaffung der formalrechtlichen Grundlage für die gleichberechtigte Teilhabe an bestehenden Bildungsangeboten allein reiche nicht aus; darüber hinaus müssten auch die materiellen Voraussetzungen geschaffen werden. Zudem belegten internationale Studien, dass die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft und Bildungs chancen in Deutschland besonders ausgeprägt sind. Insgesamt seien im Landkreis fast 5000 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren von Armut bedroht. Auch an der Schule in der Gemeinde gebe es entsprechende Hinweise auf eine Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien. So würden immer wieder Fälle bekannt, in denen Kinder nicht mit allen erforderlichen Lehrmitteln ausgestattet werden oder an Schulausflügen nicht teilnehmen können: Mängel, die mit den Grundprinzipien des vorsorgenden Sozialstaates nicht vereinbar seien. In der heutigen Ausschusssitzung wird sich das Fachgremium mit dem Thema befassen.



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