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Neuer Rektor Torsten Rolke tritt Amt an der Berlinschule an / Dritter Wechsel binnen fünf Jahren

"Schule soll keine Unterrichtsfabrik sein"

Die Schüler der Klasse 3c bringen dem neuen Rektor bei der kleinen Empfangsfeier zwei Ständchen. Elternratsvorsitzende Beate Klug begrüßt Torsten Rolke. Fotos: rwe Bad Nenndorf (rwe). Es ist die dritte Amtseinführung an der Berlinschule innerhalb von fünf Jahren. Der 37-jährige Torsten Rolke hat offiziell seinen Dienst als Rektor angetreten. In den Grußworten äußerten die Kollegen und Gäste die Hoffnung, dass der neue Schulleiter länger bleibt als seine Vorgänger.

veröffentlicht am 15.02.2007 um 00:00 Uhr

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Die Kinder an der Berlinschule müssen sich nun wieder einen neuen Namen merken. Aber das macht der Rektor ihnen auch ganz leicht. "Wie Wolke, nur mit einem R vorne", sagte der gebürtige Stadthäger zu der Klasse 3c, die ihn zusammen mit Lehrerin Margit Schreiber in der kleinen Feierstunde stellvertretend für alle Schüler mit zwei Ständchen begrüßte. Torsten Rolke, zuvor sechs Jahre als Konrektor an der Schule am Sonnenbrink in Stadthagen tätig, übernimmt nach einem halben Jahr Vakanz die Aufgabe Rudolf Stenners. Seine Vertreterin Hanna Hoffmann, die für ihre Arbeit in der Übergangszeit viel Lob erntete, hieß den neuen Kollegen willkommen - allerdings nicht als Kapitän, Lokführer oder Dirigent. Sie vermied einen sinnbildlichenVergleich mit Schiff, Eisenbahn oder Orchester. Hoffmann: "Dies ist eine Schule." Das Kollegium und die Schüler hofften, mit ihm "über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und neue Wege zu gehen". Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese hofft auf eine langfristige, gute Zusammenarbeit. Er verwies auf die beträchtlichen Investitionen, die der Schulträger vornimmt. Die seien aber mit nicht ganz störungsfreien Baumaßnahmen verbunden. Bürgermeisterin Gudrun Olk unterstrich, eine gute Grundschule sei ein wichtiger Standortfaktor für Bad Nenndorf. Sie wünsche sich, dass Rolke möglichst lange bleibt. Die Elternratsvorsitzende Beate Klug erinnerte daran, dass die Schulen für "das wichtigste, gesellschaftliche Kapital" verantwortlich seien. Es gehe darum, bei den Kindern die Freude am Lernen zu erzeugen. Die Eltern wollten Rolke dabei nach Kräften unterstützen. Im Namen des Kollegiums beruhigte Edda Bieck den neuen Rektor. "Wir sehen in Ihnen nicht denÜbermenschen, der jedem jederzeit helfen kann und alle Probleme sieht." Es sei bekannt, dass immer mehr Verantwortung den Schulleitern zukommt, diese könnten nicht mehr allen Interessengruppen gerecht werden. Es warte eine Fülle von Aufgaben. Bieck versprach dabei Unterstützung. "Es lohnt sich,sich für unsere Grundschule zu engagieren." Sie empfahl Rolke ein eigenes Tempo und Maß: "Und behalten Sie Ihre eigenen Visionen." Das will der dreifache Vater beherzigen, der mit der Familie in Nienstädt wohnt. Er schwärmte nach den ersten Tagen von der "Herzlichkeit, der Wärme und dem Wohlwollen". Er habe einen Grundsatz, von dem er nicht abrücke: Alles solle im Interesse der Kinder und im Einklang mit Lehrer und Elternschaft stehen. Nicht jedem Wunsch müsse man sofort nachkommen, aber erhabe ein offenes Ohr und mache sich für eine moderne Pädagogik stark. Rolke: "Die Schule soll keine Unterrichtsfabrik sein."

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