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Hehlener Grundschüler wirken bei der Kinderoper mit

Schule einmal ganz anders

HEHLEN. „Ihr rennt, ihr ärgert uns, ihr ruft Ge-schich-te“, kommen die Anweisungen von Hanna Czarnecka. Sie probt mit zehn Schülerinnen und Schülern der Grundschule (GS) Hehlen deren Einsatz in der märchenhaften Kinderoper „Papageno und die Zauberflöte“, einer kindgerechten Bearbeitung der bekannten Oper.

veröffentlicht am 17.04.2018 um 13:49 Uhr

Mit einfachen Mitteln wechselten Hanna Czarnecka und Karsten Münster zwischen den Rollen. Foto: kb

Als Papagenis, den Kindern von Papageno und Papagena, sollen sie in ihren Vogelkostümen in vier Szenen zum Einsatz kommen.

Schulleiter Dirk Lienig hatte die Tourneeoper Mannheim eingeladen. Kulturelle Bildung gehört in die GS und das Heranführen an klassische Musik ist Teil des Musikunterrichts. Mit Musiklehrer Frank Litterscheid hatten die Schüler sich im Vorfeld mit der bekannten Mozart-Oper im Unterricht auseinandergesetzt, Musik und Inhalt eingehend kennengelernt und ein das Stück ergänzende Titellied eingeübt. Im Kunstunterricht hatten sie blaue und rote Fähnchen sowie kleine Papiervögel an Stöckchen gebastelt, die während der Aufführung zum Einsatz kommen sollten. Nun konnten sie zusammen mit dem Hehlener Bürgermeister Sebastian Rode und der GS Halle eine fröhliche und spannende Version der „Zauberflöte“ miterleben, bei der ihre Mitschüler als Vogelkinder das Geschehen unterstützten.

Die beiden Schauspieler begeisterten in der packenden Handlung, in der das Ehepaar Papqageno und Papagena ihren Kindern zum Schlafengehen die Geschichte erzählen muss, wie sie sich kennengelernt haben. Mit einfachen Mitteln wechselten Hanna Czarnecka und Karsten Münster zwischen den Rollen von Papageno und Papagena, Tamino und Pamina, Königin der Nacht und Sarastro. Papagenos komödiantische Einlagen mit vollem Körpereinsatz brachten das junge Publikum immer wieder zum Lachen. Die Zuschauer wurden häufig ins Geschehen einbezogen, mussten Fragen beantworten, rufen, singen, zur Feuer- und Wasserprobe ihre Fähnchen schwenken und die Vögel „fliegen lassen“. Und Papageno tauchte immer wieder auch mitten zwischen den Zuschauern auf. Die großen Arien der Zauberflöte mit klangvoller Sopran- und Tenorstimme zum Playback gesungen, beeindruckten die kleinen Zuhörer so sehr, dass sie bei der abschließenden Fragerunde wissen wollten, ob das wirklich Hanna und Karsten gesungen hätten und das ihre eigenen Stimmen gewesen seien.

Die Kinder wurden häufig ins Geschehen einbezogen und hatten dabei eine Menge Spaß. Foto. kb
  • Die Kinder wurden häufig ins Geschehen einbezogen und hatten dabei eine Menge Spaß. Foto. kb

Zum Abschluss des Theatervormittags sangen alle zusammen noch einmal das einstudierte Lied, jetzt unterstützt von Mitschülern, die sie mit Cachons und Boomwhackern rhythmisch begleiteten. Schule einmal ganz anders hatte allen einen vergnüglichen Vormittag beschert. kb

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