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Leiterin Margret Böing stellt das Schulsystem vor / "Hilfe zum selbstständigen Leben und Persönlichkeitsentfaltung"

Schule am Waldkater: Rundgang mit drei Einschulungen

Rinteln (who). Nach den Sommerferien hat das neue Schuljahr an der "Schule am Waldkater" unter dem Dach der Lebenshilfe Rinteln begonnen. "Wir haben drei neue Schüler aufgenommen", erklärt Leiterin Margret Böing.

veröffentlicht am 18.09.2008 um 00:00 Uhr

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Die staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte habe als Bildungseinrichtung den Status einer regulären Schule. "Deshalb haben wir auch bewusst den Namen ?Schule am Waldkater' gewählt", fährt sie fort. Und weiter: Der Unterricht der aktuell 56 Schülerinnen in sieben Klassen wird gemäß dem Kernkurrikulum für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erteilt. Bereits 1992 hat die Lebenshilfe den Schulbetrieb aufgenommen, damals noch am Standort Ostertorstraße. Nach dem Umzug der gesamten Lebenshilfe an die Waldkaterallee ist auch der Schulbetrieb umgesiedelt worden und profitiert nicht zuletzt von den erweiterten räumlichen Möglichkeiten im ehemaligen Schwesternwohnheim des früheren Britischen Militärhospitals. Die Unterrichtszeiten erstrecken sich von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16.15 Uhr sowie am Freitag von 9 bis 13.15 Uhr. Die tägliche Sonderöffnungszeit von 7 bis 9 Uhr folgt dem System des verlässlichen Ganztagsbetriebes. Der tägliche Schülertransport wird durch die vereinseigenen Busse der Lebenshilfe gewährleistet im gesamten Einzugsgebiet zwischen Rinteln, Bückeburg, Obernkirchen, Auetal sowie Bad Eilsen. Die Kosten übernimmt der Sozialhilfeträger, weshalb die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten nur einen anteiligen Beitrag für Essen bezahlen müssen. "Insgesamt ist es Zielsetzung unseres Unterrichts, unseren Schülern Hilfen zur selbstständigen Lebensführung und zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu bieten für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben", erklärt die Schulleiterin. Dafür stehe ein Team aus Erziehern, Heilpädagogen und Therapeuten zur Verfügung sowie eine Kinder- und Jugendärztin als medizinische Fachaufsicht. Wie an einer konventionellen Schule gehören sogar Betriebspraktika für die höheren Klassen zum Lehrplan, wie auch Klassenfahrten und Ausflüge zeigt der Blick auf das Jahresprogramm der Schule am Waldkater. "Deshalb ist es auch üblich bei uns, dass wir die Einschulungen gestalten, wie alle anderen Schulen auch", kehrt Margret Böingzum Ausgangspunkt zurück. Deshalb seien Mitschüler und Familienangehörige zum Schuljahresbeginn eingeladen gewesen. Ebenso Pastor Heiko Buitkamp von der evangelisch-reformierten Kirche, der die Kinder bei ihren ersten Schritten in die Schulzeit begleitet habe.

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