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„Errichtungstermin 2010 zu halten“

Schulausschuss berät heute über Gesamtschule

Kreis Holzminden (bs). Integrierte oder Kooperative Gesamtschule oder doch ein Gymnasium? Und an welchem Standort? Pragmatisch und an den realistischen Möglichkeiten orientiert will sich der Schulausschuss des Landkreises in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch um 14.30 Uhr im Schulzentrum Bodenwerder dem Thema nähern.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:21 Uhr

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Die Verwaltung hat dazu Eckpunkte aufgestellt und will diese auf ihre Genehmigungsfähigkeit hin überprüfen lassen, betonen Schuldezernentin Nele Rosenhagen und Schulamtsleiter Hermann Schütte im Gespräch mit dieser Zeitung.

Hohe Hürden für Integrierte Gesamtschule

Der Wunsch der Elterninitiative in Bodenwerder ist klar: eine Integrierte Gesamtschule, in der die Schüler bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden, soll es sein, die möglichst schon zum Schuljahresbeginn 2010 in Bodenwerder ihre Arbeit aufnimmt. Doch das niedersächsische Schulgesetz, das die Einrichtung von Gesamtschulen gerade erst wieder erlaubt hat, stellt hohe Hürden auf, vor allem für die Integrierte Gesamtschule. Nele Rosenhagen sieht angesichts der sinkenden Schülerzahlen auch nur geringe Chancen, eine Integrierte Gesamtschule für Bodenwerder genehmigt zu bekommen.

Hinzu kommt: Die anderen Samtgemeinden, vor allem Eschershausen, befürchten, dass durch die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Bodenwerder das eigene Schulzentrum in seiner Existenz bedroht wird. Deshalb war der Kreistag in seiner vergangenen Sitzung (wir berichteten) zurückgerudert. Statt des Beschlusses, eine Integrierte Gesamtschule in Bodenwerder einzurichten, gab es einen Prüfauftrag an die Verwaltung.

Die will in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und der Schulbehörde abklären, ob und wie ein weiteres gymnasiales Angebot im Landkreis Holzminden geschaffen werden kann: Neben der Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule wären auch eine Kooperative Gesamtschule oder ein eigenständiges Gymnasium möglich. Welche Schulform die besten Aussichten auf Genehmigung hat, will die Verwaltung schnellstmöglich ebenso prüfen wie die Frage, wo eine Gesamtschule oder eine weitere gymnasiale Oberstufe eingerichtet werden könnte. Außerdem soll untersucht werden, welche Auswirkungen die Schulformen auf die gesamte Schulstruktur im Landkreis Holzminden hat. Die krankt zurzeit darunter, dass die Hälfte der 1643 Gymnasiasten aus dem Landkreis in andere Schulen außerhalb des Kreisgebietes abwandert.

Die Ergebnisse der Gespräche mit dem Kultusministerium und der Landesschulbehörde sollen in ein Schulkonzept münden. Wenn dann sicher ist, welche Schulform überhaupt genehmigungsfähig ist für den Landkreis, sollen die Eltern befragt werden, was sie sich wünschen. Die Elternbefragung kann, sind sich Nele Rosenhagen und Hermann Schütte sicher, noch vor den Sommerferien starten. Und „der Errichtungstermin 2010 ist durchaus zu halten, auch wenn die politische Entscheidung erst im Herbst erfolgt“, so Schütte.



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