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"Aktionsbündnis für das gegliederte Schulwesen" gegründet

Schüler-Union nimmt IGS aufs Korn

Landkreis (han). Auf Initiative der Schüler-Union (SU) Schaumburg haben sich Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems getroffen, um das "Schaumburger Aktionsbündnis für das gegliederte Schulwesen" zu gründen.

veröffentlicht am 01.08.2008 um 00:00 Uhr

An dem Treffen nahmen Eltern, Lehrer, Schüler, Mitglieder von Philologenverbänden, CDU, Junger Union (JU) und SU sowie der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner teil. Mit Unverständnis reagierte Michael Weickert, stellvertretender SU-Landesvorsitzender, auf die Haltung der Schaumburger CDU zur Gründung weiterer Integrierter Gesamtschulen (IGS). Weiterhin müsse gelten: "Wer CDU wählt, wählt das gegliederte Schulsystem." Dies sei eine Frage der Glaubwürdigkeit. Fragen richtete Pörtner an die Schulleitungen, Personalräte und Elternvertretungen der Haupt- und Realschulen an den geplanten IGS-Standorten: Warum diese sich bislang nicht öffentlich zu Wort gemeldet hätten? "Ist es ihnen egal, dass ihr Standort ein pädagogisch wesentlich erfolgreicher arbeitendes Schulsystem repräsentiert?" Dem Kreiselternrat warf Pörtner vor, mit der Befürwortung weiterer IGS den mehrheitlichen Elternwillen zu ignorieren. Laut einer Elternbefragung seien die "Sympathisanten integrativer Schulmodelle" mit 27,4 Prozent klar in der Minderheit. Als "skandalös" bezeichnete Pörtner Thesen, mit denen die Leiterin der IGS Schaumburg, Carola Pliska, während einer Infoveranstaltung im Februar für ihre Schule geworben hatte (wir berichteten). Zu den Vorsitzenden des Aktionsbündnisses wurden Ursula Teßmer und der Kreisvorsitzende der JU, Marius Wüstefeld, bestimmt, unterstützt von Pörtner und Wüstefelds JU-Amtsvorgänger Johannes Hennig. Die Gruppe setzte sich unter anderem zum Ziel, für eine "gerechtere Behandlung auch hinsichtlich der Ausstattung des gegliederten Schulwesens durch die zuständigen politischen Gremien einzutreten", so Wüstefeld. Zudem seien Aktionen geplant.

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